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Gibt es endlich eine Spur?

Lehrer verschwunden: 30 Hinweise nach "Aktenzeichen XY"-Sendung zu mysteriösem Vermisstenfall

  • Veröffentlicht: 04.07.2024
  • 15:19 Uhr
  • dpa
Rudi Cerne geht mit "Aktenzeichen XY" auf Verbrecherjagd - jetzt sollen direkt nach Ausstrahlung dutzende Hinweise zu einem Vermissten eingegangen sein.
Rudi Cerne geht mit "Aktenzeichen XY" auf Verbrecherjagd - jetzt sollen direkt nach Ausstrahlung dutzende Hinweise zu einem Vermissten eingegangen sein.© Sina Schuldt/dpa

2018 wurde der pensionierte Lehrer Helmut Strigl zuletzt gesehen. Der mysteriöse Vermisstenfall beschäftigt auch Deutschlands bekannteste Fahndungssendung - und die bringt neue Hinweise.

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Inhalt

Nach der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" sind 30 neue Hinweise im Fall eines seit Jahren verschwundenen Lehrers aus Oberbayern bei der Polizei eingegangen. "Eine konkrete 'heiße Spur' hat sich bislang nicht ergeben", sagte ein Polizeisprecher in Ingolstadt.

Im Video: Rebecca Reusch - Kann ein Gully den Vermisstenfall lösen?

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Wie vom Erdboden verschluckt - seit Jahren

Die Ermittler suchen seit Jahren nach dem Lehrer. Im November 2021 wurde der pensionierte Pädagoge Helmut Strigl von einer Cousine als vermisst gemeldet. Dass ihn jemand gesehen hat, ist sogar noch viel länger her: Am 25. Juni 2018 wurde der damals 64-Jährige das letzte Mal an seinem Wohnort in Rennertshofen bei Neuburg an der Donau gesehen.

Er lebte in einem ehemaligen Bauernhof, der seinen Eltern gehört hatte, und pflegte kaum soziale Kontakte. Nachdem er als vermisst gemeldet worden war, öffnete die Polizei das völlig vermüllte Anwesen, fand aber keinen Hinweis darauf, wo der Mann sein könnte.

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Trotz Verschwinden gingen jeden Monat Pensionszahlungen ein

"Er hat keinerlei Spuren hinterlassen", sagte Silke Poller, ermittelnde Kriminalhauptkommissarin der Polizei Ingolstadt in der ZDF-Sendung von Rudi Cerne. Sie geht davon aus, dass Strigl einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Wenige Monate vor seinem Verschwinden war der Lehrer pensioniert worden - und die Ruhestandszahlungen gingen jahrelang weiter auf seinem Konto ein, wurden aber "auf weitere Konten transferiert", wie Poller sagte. Dafür sei seine Unterschrift auf Überweisungsaufträgen gefälscht worden.

Fahrer des Vermissten wegen Urkundenfälschung verurteilt

Ein Mann, der für Strigl gearbeitet hat, wurde bereits wegen Urkundenfälschung verurteilt und sitzt laut Poller derzeit eine Haftstrafe ab. Er hatte jahrelang als Fahrer für den Lehrer gearbeitet, nachdem dieser seinen Führerschein hatte abgeben müssen, weil er mit 1,6 Promille am Steuer seines Autos erwischt worden war. Der Mann hatte nach Angaben in der Sendung mit einem Bekannten zusammen auch ein Zimmer in Strigls Haus ausgeräumt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich unter anderem auf das Auto des Lehrers, einen blauen BMW. Die Beamten wollen wissen, wer den Wagen zwischen Juni 2018 und Juni 2019 gesehen hat und wo.

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