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Ukraine-Krieg

Luftaufnahmen belegen hohe Verluste der Wagner-Söldner

  • Aktualisiert: 28.01.2023
  • 11:18 Uhr
  • Max Strumberger

Russland schickt seine Wagner-Kämpfer oft ohne Rücksicht auf Verluste ins Gefecht. Der Blutzoll der Söldner ist deshalb extrem hoch – wie aktuelle Satellitenbilder zeigen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wagner-Söldner haben in der Ukraine hohe Verluste erlitten.

  • Das belegen Satellitenaufnahmen von russischen Friedhöfen.

  • Die Zahl der Kämpfer soll inzwischen nur noch knapp ein Fünftel betragen.

Knapp 50.000 Häftlinge hat die russische Wagner-Gruppe in den Krieg in die Ukraine geschickt. Davon sind inzwischen jedoch nur noch knapp 10.000 Kämpfer übrig, berichtet die Nichtregierungsorganisation "Rus Sidjaschtschaja". Der Rest sei getötet, verschollen oder desertiert.

Wagner schickt seine Kämpfer oft ohne Rücksicht auf Verluste ins Gefecht. Vor allem bei den heftigen Kämpfen um die Stadt Bachmut im Osten der Ukraine sind viele Wagner-Söldner gefallen. Das beweisen aktuelle Maxar-Satellitenaufnahmen von Friedhöfen, wo die Wagner-Söldner beerdigt wurden.

Deutlich mehr Gräber zu sehen

So zeigt ein am 24. Januar aufgenommenes Satellitenbild etwa 170 Gräber in einem von den Söldnern genutzten Bereich des Areals. Zwei Monate zuvor waren nur wenige Gräber auf dem Friedhof zu sehen. Womöglich ist die Zahl noch deutlich höher, da viele Tote höchstwahrscheinlich eingeäschert wurden.

Die Wagner-Gruppe, gegründet von Putin-Freund Jewgeni Prigoschin, kämpft an der Seite der russischen Armee. Aus Gefängnissen rekrutierten Söldnern wird nach dem Kriegsdienst in der Ukraine die Freiheit versprochen. Nachdem die Kämpfer aber rücksichtslos als Kanonenfutter verheizt werden, dürften jedoch nur wenige Freiwillige in diesen Genuss kommen.

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USA stufen Söldnertruppe als kriminelle Organisation ein

Die US-Regierung hat die Privatarmee Wagner zu einer transnationalen kriminellen Organisation erklärt und Sanktionen gegen die Söldnergruppe und deren Netzwerk verhängt. Das US-Außenministerium belegte auch erneut mehrere weitere russische Stellen und Unterstützer von Präsident Wladimir Putin mit Sanktionen. Kremlsprecher Peskow wies die "Dämonisierung" der Gruppe als haltlos zurück. Es seien keine Beweise für etwaige Verbrechen vorgelegt worden. Der Privatarmee Wagner werden zahlreiche Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Mexar
  • "Rus Sidjaschtschaja"
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