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11.000 Menschen in Gefahr

Nach Vulkanausbruchin Indonesien: Tsunami-Warnung, Berg könnte ins Meer stürzen

  • Aktualisiert: 19.04.2024
  • 12:13 Uhr
  • Stefan Kendzia
Der Vulkan Ruang in Indonesien ist ausgebrochen. 11.00 Menschen wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. (Symbolbild)
Der Vulkan Ruang in Indonesien ist ausgebrochen. 11.00 Menschen wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. (Symbolbild)© via REUTERS

Nachdem dem Doppel-Ausbruch des Vulkans Ruang könnten jetzt Teile des Berges ins Meer stürzen und hohe Flutwellen auslösen.

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Indonesien ist das Land mit den meisten aktiven Vulkanen weltweit. Einmal mehr hat einer seiner Giganten nicht nur mit zwei aufeinander folgenden Ausbrüchen auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch mit einer rund zweieinhalb Kilometer hohen Rauchsäule, die in den Himmel ragt: der Vulkan Ruang in der Provinz Nord-Sulawesi, nördlich von Sumatra.

Im Video: Brodelnde Lava-Massen - neuer Vulkankrater in Island

Kilometerhohe Rauchsäule

Irgendwo in Indonesien brodelt es immer. Jetzt ist der Vulkan Ruang ausgebrochen. Nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen, die dem Ausbruch vorausgegangen waren, veröffentlichte das Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr (PVMBG) laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) nun eine Warnung: Teile des Vulkans könnten ins Meer stürzen und damit hohe Flutwellen auslösen. Die Gefahr eines Tsunamis ist damit gegeben.

Nachdem zunächst 800 Menschen in Sicherheit gebracht wurden, sollen mehr als 11.000 Menschen dazu aufgefordert worden sein, das Gebiet zu verlassen, wie "Tagesschau" berichtet.

Der doppelte Ausbruch des 725 Meter hohen Feuerbergs sorgte dafür, dass eine 3.000 Meter hohe Säule aus Asche- und Gesteinswolken in den Himmel geschleudert wurde. Selbst auf der Nachbarinsel Tagulandang sind Asche und Gesteinsbrocken niedergegangen und sollen Einwohner:innen verletzt haben. Sechs Kilometer rund um den Krater ist bereits eine Sperrzone errichtet worden.

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Die Warnstufe für Vulkanausbrüche wurde laut "Vulkane.net" innerhalb weniger Stunden zuerst von "Grün" über "Gelb" auf "Orange" und schließlich auf "Rot" erhöht. "Die potenzielle Gefahr, die vom Mount Ruang ausgehen könnte, besteht in einem explosiven Ausbruch", warnte Muhammad Wafid, Leiter der geologischen Agentur des Ministeriums für Energie und Bodenschätze. Aktuell sieht es so aus, als könnte der Wissenschaftler recht behalten.

Die neuesten Entwicklungen veranlassten die Behörden, den Flughafen in Manado, der Provinzhauptstadt von Nord-Sulawesi, vorsorglich zu schließen. Auch Flüge zwischen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und den Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo wurden gestrichen.

Wie "Vulkane.net" schreibt, kann die Eruptionsgeschichte des Ruang bereits seit 1808 dokumentiert werden. So kann auch nachvollzogen werden, dass der Vulkan Eruptionsintervalle von einem bis 30 Jahren aufweist. Der letzte Ausbruch ereignete sich im Jahr 2002. Damals sollen heiße Wolken für Schäden an Land und Siedlungen gesorgt haben. Auch damals mussten die bewohnten Gebiete evakuiert werden.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
  • Tagesschau: "Tsunamiwarnung nach Vulkanausbruch"
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