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Gegen Bebauungsplan

Protest in Grünheide: Aktivisten besetzen Waldstück nahe Tesla-Werk

  • Veröffentlicht: 29.02.2024
  • 14:14 Uhr
  • Stefan Kendzia
Zwei Aktivist:innen der Initiative "Tesla stoppen" auf einem Baumhaus nahe der Tesla-Gigafactory. Rund 80 Menschen besetzen ein Waldstück in Grünheide.
Zwei Aktivist:innen der Initiative "Tesla stoppen" auf einem Baumhaus nahe der Tesla-Gigafactory. Rund 80 Menschen besetzen ein Waldstück in Grünheide.© Patrick Pleul/dpa

Die geplante Erweiterung der Giga-Factory von Tesla in Grünheide stößt auf breite Ablehnung. Nach dem Votum der Anwohner:innen gegen das Projekt besetzen jetzt rund 80 Aktivist:innen ein Waldstück nahe der Fabrik.

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Nach dem Votum der Anwohner:innen gegen eine Erweiterung der Tesla-Fabrik erhalten diese jetzt Unterstützung durch die Initiative "Tesla stoppen". Nahe der Giga-Factory ist nun ein Waldstück von rund 80 Aktivist:innen besetzt worden, um gegen Teslas Pläne zu protestieren.

Im Video: Tesla-Fabrik in Grünheide - offenbar auffällig viele Arbeitsunfälle

Besetzung auf unbestimmte Zeit

Die geplante Werkserweiterung von Tesla in Grünheide steht unter Beschuss: Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) besetzten etwa 80 Aktivist:innen der Initiative "Tesla stoppen" ein Waldstück nahe der Giga-Factory. Auf dem rund 120 Hektar großen Gebiet, das für die Erweiterung gerodet werden soll, errichteten die Protestierenden mehrere Baumhäuser und verbarrikadierten sich in luftiger Höhe. Zusätzlich haben Aktivist:innen des Bündnisses Robin Wood unter dem Motto "Wald statt Monsterfabrik" eine Holz-Plattform in einem der Baumwipfel befestigt, auf der Kletternde verweilen können. Sie fordern von Tesla, Gemeinde, Land und Bund, alles zu tun, um die Erweiterung zu stoppen und eine klimagerechte Mobilitätswende voranzubringen. Die Aktivist:innen haben angekündigt, dass die Besetzung für unbestimmte Zeit geplant sei.

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Aktivist:innen unterstützen Votum

Die Aktivist:innen wollen mit ihrer Aktion ein starkes Umwelt-Zeichen setzen und gleichzeitig die Anwohner:innen unterstützen. Diese hatten bei einem rechtlich nicht bindenden Votum gegen die Erweiterung gestimmt. Die Initiative vertraue dieses Mal erst recht nicht darauf, dass die Politik dem Willen der Einwohner folge. Denn schon die aktuelle Giga-Factory sei mit Sondergenehmigungen gebaut worden. Auf dem geplanten Erweiterungsgebiet wolle Tesla einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten. Es gehe auch um mehr Liefersicherheit mit Lagerflächen, so das Unternehmen. Die Gemeindevertretung muss einem Bebauungsplan noch zustimmen - allerdings würden sich die Gemeindevertreter nicht gegen das Votum der Bürger stellen, so Bürgermeister Arne Christiani.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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