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Vor Ukraine-Krieg

Putin drohte Briten-Premier Johnson mit Rakete

  • Aktualisiert: 30.01.2023
  • 17:44 Uhr
  • Monika Schneider

Das Wichtigste in Kürze

  • Der frühere britische Premierminister Johnson hatte versucht, den russischen Präsidenten Putin von der Invasion in die Ukraine abzubringen.

  • Der Kreml-Chef soll Johnson daraufhin gedroht haben, wie dieser der BBC erzählt.

  • "Boris, ich will dir nicht weh tun, aber mit einer Rakete würde es nur eine Minute dauern", soll Putin demnach gesagt haben.

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Kremlherrscher Putin soll dem damaligen britischen Premier Boris Johnson kurz vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs persönlich gedroht haben. Mit einer Rakete "würde es nur eine Minute" dauern, habe Russlands Machthaber zu ihm gesagt, erinnert sich Johnson. 

Glaubt man dem britischen Ex-Premierminister Boris Johnson, hat der russische Präsident Wladimir Putin ihm vor dem Ukraine-Krieg persönlich gedroht. Der Kreml-Chef habe ihm "irgendwann quasi [...] gesagt": "'Boris, ich will dir nicht weh tun, aber mit einer Rakete würde es nur eine Minute dauern' oder so ähnlich." Das erzählte Johnson der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge in einer BBC-Dokumentation, die am Montag (30. Januar) ausgestrahlt werden sollte.

Putin drohte Johnson mit Rakete

Die Äußerungen sollen gefallen sein, als der damalige Premierminister kurz vor der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 versucht hatte, Putin von seinem Kurs abzubringen. "Dem sehr entspannten Tonfall nach zu urteilen und der Gelassenheit, die er an den Tag zu legen schien, hat er wohl einfach mit meinen Versuchen gespielt, ihn zum Verhandeln zu bewegen", so Johnsons Vermutung.

Der Krerml hat inwischen auf die Äußerungen Johnsons reagiert und die angeblichen Drohungen dementiert. "Das, was Herr Johnson gesagt hat, ist nicht wahr. Genauer gesagt, ist es eine Lüge", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Der besagte Satz sei nie gefallen, hieß es aus Moskau. 

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Putins Sprecher: Johnson lügt

Es handle sich entweder um eine bewusste Lüge, oder aber Johnson habe einfach nicht verstanden, worüber Putin mit ihm sprach, behauptete Peskow. Demnach ging es bei dem Gespräch um Putins Sorge vor einem Raketenangriff auf Moskau.

Ex-Premier Johnson war nach dem russischen Angriff auf die Ukraine einer der ersten hochrangigen Politiker aus dem Westen, die den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew besuchten, um ihre Solidarität zu bekunden.

Zuletzt rief Johnson Deutschland und andere westliche Verbündete zur Lieferung von Kampfpanzern auf. "Die Ukrainer brauchen Hunderte von Panzern, und sie sollten sie von Amerikanern, Deutschen, Polen und vielen anderen bekommen", schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Daily Mail".

Der 58-Jährige trat im Juli 2022 auf Druck seiner Partei als Parteichef der Konservativen und Premier zurück. Grund dafür waren die Partygate-Affäre um Feiern in der Downing Street während der Corona-Lockdowns sowie sein Umgang mit anderen Skandalen.

  • Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur PA
  • Nachrichtenagentur dpa
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