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Wachstumschancen-Gesetz

Rente: Ersparnis von 12.500 Euro für Ruheständler möglich

  • Veröffentlicht: 26.03.2024
  • 15:55 Uhr
  • Clarissa Yigit
Die volle Besteuerung der Renten erfolgt erst im Jahr 2058 und nicht wie geplant 2040.
Die volle Besteuerung der Renten erfolgt erst im Jahr 2058 und nicht wie geplant 2040.© Foto: Marijan Murat/dpa

Das neue Wachstumschancen-Gesetz enthält Einsparungen für Rentner:innen. Der zu versteuernde Anteil der Rente wird für künftige Ruheständler:innen langsamer ansteigen als geplant: um 0,5 statt 1 Prozent pro Jahr. 

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Rentner:innen haben einen Grund zur Freude, denn zukünftig können sie vermutlich Tausende Euro sparen. Hintergrund ist das neue Wachstumschancen-Gesetz, das kürzlich im Bundesrat beschlossen wurde.

Demnach steigt der prozentuale Anteil der zu versteuernden Rente jährlich für die Neurentner:innen: Wie hoch dieser ist, hängt vom Jahr des Renteneintritts ab, beschreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das neue Wachstumschancen-Gesetz soll nun dafür sorgen, dass der zu versteuernde Anteil der Rente langsamer als ursprünglich geplant steigt - nämlich nur noch in 0,5-Prozent-Schritten statt wie bisher in 1-Prozent-Schritten.

Grundlage für die Gesetzesänderung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofes. Darin heißt es, dass eine doppelte Besteuerung von Renten- und Vorsorgeleistungen verhindert werden muss.

Im Video: Erstmals bundeseinheitlich - So steigen die Renten zum 1. Juli

Erst 2058: Volle Besteuerung der Rentenbezüge 

Deshalb müssen Ruheständler:innen, die im Jahr 2023 in Rente gehen, nicht wie geplant 83 Prozent, sondern nur 82,5 Prozent der Altersbezüge versteuern.

Der Besteuerungsanteil steigt dann erst ab dem Jahr 2024 auf 83 Prozent. Ruheständler:innen, die im Jahr 2058 die Rente antreten, müssen dann die kompletten Altersbezüge versteuern. Ursprünglich sollte dies bereits für Rentner:innen gelten, die im Jahr 2040 in Rente gehen. Nun liegt in diesem Jahr Anteil der steuerpflichtigen Rentenbezüge bei 91 Prozent.

Laut dem Rentenexperten Werner Siepe würden demnach insbesondere die Geburtsjahrgänge 1975 bis 1980 von der neuen Regelung profitieren, berichtet "Bild". Der jeweilige Steueranteil eines Jahrgangs gilt nämlich für die gesamte Dauer des Rentenbezugs, wie der "Merkur" beschreibt. Daher könnte ein Durchschnittsverdiener des Jahrgangs 1975 mit Renteneintritt 2040 insgesamt circa 12.500 Euro an Steuern auf seine Renteneinkünfte sparen.


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So viel könnten zukünftig Rentner:innen nach Siepes Berechnungen sparen:

  • 1.500 Euro (Jahrgang 1960, Rentenbeginn 2025)
  • 8.150 Euro (Jahrgang 1970, Rentenbeginn 2035)
  • 12.500 Euro (Jahrgang 1975, Rentenbeginn 2040)
  • 9.950 Euro (Jahrgang 1980, Rentenbeginn 2045)
  • 2.800 Euro (Jahrgang 1990, Rentenbeginn 2055)
  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Bild: "Weniger Steuern auf die Rente"
  • Merkur: "Rentner müssen künftig weniger Steuern zahlen – diese Jahrgänge profitieren am meisten"
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