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Ukraine-Krieg

Pentagon-Leaks: Selenskyj erfuhr erst aus Medien von US-Datenleck

  • Aktualisiert: 03.05.2023
  • 15:41 Uhr
  • Max Strumberger

Wolodymyr Selenskyj ist nicht zuerst von der US-Regierung über das brisante Datenleck mit im Internet kursierenden Geheimdokumenten informiert worden. Das verriet der ukrainische Präsident jetzt in einem Interview.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pentagon-Leaks schlagen weiterhin hohe Wellen.

  • Der ukrainische Präsident Selenskyj hat nun Einblicke gegeben, wie er von dem Datenleck erfahren hat.

  • Auf die US-Regierung wirft das kein gutes Licht.

Wolodymyr Selenskyj wurde von der US-Regierung nicht vorab über das brisante Geheimdienst-Leck im US-Verteidigungsministerium informiert. Das verriet der ukrainische Präsident am Dienstag (2. Mai) in einem Interview mit der "Washington Post". "Ich bin vorab nicht aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon informiert worden", sagte Selenskyj demnach.

Wir hatten diese Informationen nicht, auch ich persönlich hatte sie nicht.

, Wolodymyr Selenskyj zur "WaPo"

Das sei eindeutig eine schlechte Sache. Selenskyj bezeichnete die Enthüllungen in dem Interview als unvorteilhaft für Kiew. Aber sie seien auch nicht gut für den Ruf des Weißen Hauses und der Vereinigten Staaten, betonte Selenskyj. Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf Papiere aus dem Datenleck und eigene Quellen berichtet, dass die USA am erhofften Erfolg der geplanten Frühjahrsoffensive der Ukraine gegen die russischen Angreifer zweifelten. In dem Interview ließ Selenskyj laut der "Washington Post" nun aber auch durchblicken, dass er keinesfalls die Unterstützung der USA für sein Land riskieren wolle, indem er seinen Gefühlen freien Lauf lasse.

Mutmaßlichem Täter droht lange Haftstrafe

Der 21-jährige Jack T. soll die vertraulichen Daten Anfang des Jahres in einem Chat-Raum veröffentlicht haben. Darunter waren Informationen über Waffenlieferungen an die Ukraine, Truppenstationierungen sowie US-Spionageaktivitäten. Der Angehörige des US-Militärs muss sich vor Gericht verantworten. Ihm droht wegen Verstößen gegen das Spionagegesetz eine lange Haftstrafe.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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