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Geminiden und Ursiden

Sternschnuppen-Regen vor Weihnachten: Erde durchquert kosmische Staubwolke

  • Veröffentlicht: 12.12.2023
  • 13:48 Uhr
  • Clarissa Yigit
Vor Weihnachten werden noch zwei Sternschnuppen-Ströme zu sehen sein - sofern das Wetter mitspielt.
Vor Weihnachten werden noch zwei Sternschnuppen-Ströme zu sehen sein - sofern das Wetter mitspielt.© Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In den kommenden Tagen werden vermehrt Sternschnuppen-Ströme am Himmel erwartet. Schlechte Sicht aufgrund vieler Wolken trübt das Schauspiel allerdings ein.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Gleich zwei Sternschnuppen-Ströme können in den nächsten Tagen beobachtet werden.

  • Die Geminiden haben dabei ihren Höhepunkt am Donnerstag (14. Dezember).

  • Die Ursiden erreichen ihr Optimum in der Nacht von Freitag (22. Dezember) auf Samstag (23. Dezember).

Himmelsgucker aufgepasst: In den nächsten Tagen werden wieder einige Sternschnuppen-Spektakel am Himmel zu bewundern sein.

So stehen gleich zwei solcher Sternschnuppen-Ströme bevor: die Geminiden - der stärkste bis zweitstärkste Meteorstrom des Jahres - und die Ursiden, ein Meteorstrom, der in der letzten Dezemberdekade zu sehen ist.

Im Video: Spektakuläre Aufnahme - Brennender Meteorit rast über Dächer

Die Geminiden

Bei den Geminiden durchquert die Erde eine kosmische Staubwolke. Diese stammt vermutlich vom Kleinplaneten Phaethon, der möglicherweise zerbrochen ist. In seiner Bahn habe er diese Trümmerteile hinterlassen, die nun in der Erdatmosphäre verglühen, erklärt die Vereinigung der Sternfreunde den Grund für den Sternschnuppen-Regen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

"Mit theoretisch bis zu 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres", erklärt die Vereinigung der Sternfreunde weiter.

Allerdings werde man in der Praxis - je nach Aufhellung des Nachthimmels - nur 30 bis 60 Meteore sehen, also alle ein bis zwei Minuten eine Sternschnuppe, so die Vereinigung der Sternfreunde weiter. Die Meteore sollen scheinbar dem Sternbild der Zwillinge entspringen. "Sobald es dunkel wird, kann man nach ihnen Ausschau halten", erklären die Sternfreunde.

Um dem Spektakel beizuwohnen, müssen Hobby-Astronomen am Abend in Richtung Osten schauen. Dabei sollen auch ganz helle Objekte sichtbar sein. Zudem soll der Mond das Schauspiel nicht beeinträchtigen, da einen Tag zuvor Neumond ist und es somit kein störendes Licht gibt.

In der Nacht steht das Sternbild im Süden; am Morgen im Nordwesten. Der Höhepunkt des Meteorenstroms wird am Donnerstag (14. Dezember, gegen 20 Uhr) erwartet.

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Die Ursiden

Die Ursiden sollen dann kurz vor Weihnachten am Himmel erleuchten. Dabei sei in der Nacht vom 22. auf 23. Dezember gegen Mitternacht die größte Lichterschau zu bewundern.

Im Video: Krasses Naturschauspiel - Hunderte Sternschnuppen am Himmel über dem Balkan

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Hoffnung auf gute Sicht eher gering

Ob nun wirklich etwas von dem Meteorenschauer zu beobachten sein wird, ist allerdings noch unklar, da das Wetter nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach wohl eher nicht mitspielen werde. "Die Chancen sind schlecht", erklärt eine Meteorologin.

So werde im Süden eine kompakte Wolkendecke erwartet.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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