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Wettrüsten

Südkorea erwägt eigene Atomwaffen 

  • Aktualisiert: 26.01.2023
  • 15:45 Uhr
  • Karin Holly
Südkorea ist weiter in Sorge wegen der atomaren Aufrüstung von Nordkorea. 
Südkorea ist weiter in Sorge wegen der atomaren Aufrüstung von Nordkorea. © Kim Jae-Hwan/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Südkorea muss sich schon lange die das Säbelrassen des Nachbarn Nordkorea ansehen. Immer mehr scheint Diktator Kim Jong-un provozieren zu wollen. Für Südkorea Anlass, vielleicht eigene Atomwaffen zu bauen. Doch die Auswirkungen könnten katastrophal sein.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Südkorea sorgt sich wegen der atomaren Aggression des Nachbarn Nordkorea.

  • Raketentests und Atomdrohungen schüren Befürchtungen eines Krieges.

  • Ostasien gibt Risiko eines Dominoeffekts bei atomarer Aufrüstung zu bedenken.

Die Raketentests und Atomdrohungen Nordkoreas zwingen den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol offenbar zum Handeln. Laut Bericht des Magazins "Stern" ziehe er die Möglichkeit in Betracht, selbst atomare Waffen zu entwickeln und in Südkorea zu stationieren. Diese Überlegung folge Beobachtungen, dass Nordkorea immer öfter atomwaffenfähige Raketen testen würde. Gleichzeitig würden US-Streitkräfte und Südkorea wieder verstärkt gemeinsame Militärübungen unternehmen, berichtet das "Handelsblatt".

Nordkorea blicke mit strengem Auge auf diese Manöver. Auch Spannungen zwischen den USA und China wären jüngst gewachsen. Es bestehe die Befürchtung, Japan würde nicht zögern, ebenfalls eine nukleare Macht zu werden, sollte Südkorea aufrüsten.

Atomwaffensperrvertrag könnte wackeln

Noch würde sich Südkorea an den bestehenden Atomwaffensperrvertrag halten. Außerdem gebe es ein Abkommen zwischen Nord- und Südkorea, welches verbiete, Nuklearwaffen zu entwickeln, zu testen oder zu nutzen. Wie lange diese Regelungen im derzeit überhitzten Klima noch aufrecht erhalten werden könnten, würde allerdings vielen in der Region Sorge bereiten.

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