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Trotz Macrons Vorstoß

Ukraine-Krieg: Washington weiter gegen Einsatz von US-Waffen in Russland

  • Aktualisiert: 29.05.2024
  • 17:00 Uhr
  • Franziska Hursach
Die USA sind der wichtigste Unterstützer Kiews im Krieg gegen Moskau.
Die USA sind der wichtigste Unterstützer Kiews im Krieg gegen Moskau.© Andrew Harnik/AP/dpa

Nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzler Olaf Scholz sollte die Ukraine auch Ziele in Russland angreifen dürfen. Dieser Vorstoß stößt bei den USA auf Ablehnung.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Anders als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen sich die USA gegen eine Freigabe von westlichen Waffen für Angriffe auf russisches Territorium aus.

  • Die Ukraine werde weder ermutigt noch befähigt, mit von den USA gelieferten Waffen innerhalb Russlands anzugreifen.

  • Kremlchef Putin drohte dem Westen bereits vor möglichen Konsequenzen, sollte dieser der Ukraine grünes Licht für den Einsatz seiner Waffen gegen Ziele in Russland geben.

Die USA haben sich gegen die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgesprochen, westliche Waffen für Angriffe auf russisches Territorium freizugeben.

Wie der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, betonte, sei Washington nach wie vor dagegen, dass die Ukraine bei ihren Angriffen in Russland US-Waffen einsetze.

Unsere Position hat sich zu diesem Zeitpunkt nicht geändert. Wir ermutigen oder erlauben nicht den Einsatz der von den USA gelieferten Waffen, um innerhalb Russlands anzugreifen.

John Kirby

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor gefordert, Angriffe auf militärische Stellungen auf russischem Territorium mit westlichen Waffen zu erlauben.

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Macron: Ukraine soll zurückschießen dürfen

Macron betonte bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf Schloss Meseberg, dass die Ukraine von verschiedenen Stellungen aus Russland angegriffen werde. Demnach solle die Ukraine diese Stellungen beschießen dürfen, nicht aber andere militärische oder zivile Ziele in Russland.

Wir denken, dass wir ihnen erlauben sollten, die Militärstandorte, von denen aus die Raketen abgefeuert werden, und im Grunde genommen die militärischen Standorte, von denen aus die Ukraine angegriffen wird, zu neutralisieren.

Emmanuel Macron

Scholz äußerte sich weniger klar als Macron zu der Frage, betonte allerdings das Recht der Ukraine auf Verteidigung. Auch die EU und NATO hatten bereits für Lockerungen von Beschränkungen beim Einsatz westlicher Waffen plädiert.

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Putin droht mit Konsequenzen

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor mit "ernsten Folgen" gedroht, sollte der Westen der Ukraine grünes Licht für den Einsatz seiner Waffen gegen Ziele in Russland geben. Man solle sich darüber im Klaren sein, womit "man spiele". Er deutete militärische Gegenschläge an.

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