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Behauptung durch US-Journalisten

USA weisen Vorwürfe zurück, Nord-Stream-Pipelines gesprengt zu haben

  • Aktualisiert: 09.02.2023
  • 18:00 Uhr
  • Anne Funk

Die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines sei lange geplant und von den USA durchgeführt worden, behauptet ein US-Journalist. Dies sei eine "vollkommene Erfindung", wies das Weiße Haus nun die Vorwürfe zurück.

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Waren die USA verantwortlich für die Explosion an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee? Zumindest hatte das der US-Investigativjournalist Seymour Hersh am Mittwoch (8. Februar) in einem Blogpost behauptet. Demnach sei die Explosion der Pipelines Nord Stream 1 und 2 im vergangenen September nach langer Planung auf Anweisung von US-Präsident Joe Biden erfolgt.

Russland reagierte umgehend: Das Außenministerium erklärte am Mittwoch, die USA hätten nun einige Fragen zu beantworten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Das Weiße Haus muss nun zu all diesen Fakten Stellung nehmen", forderte Maria Zakharova, Sprecherin des russischen Außenministeriums, auf Telegram.

War die Sabotage lange geplant?

Nun wies das Weiße Haus die Vorwürfe des Journalisten zurück. "Das ist völlig falsch und eine vollkommene Erfindung", erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Adrienne Watson, berichtet der BR. Eine ähnliche Aussage traf ein Sprecher der CIA: "Diese Behauptung ist völlig und vollkommen falsch."

Hersh hatte geschrieben, dass im vergangenen Juni US-Marinetaucher bei einer verdeckten Operation mit Unterstützung durch Norwegen Sprengsätze an den Gaspipelines angebracht hatten, diese seien dann im September ferngezündet worden. Damit habe Biden verhindern wollen, dass Russland weiter Milliarden mit dem Export von Erdgas verdiene, so der Journalist, der bereits den renommierten Pulitzer-Preis gewann, weiter.

Die Idee der Zerstörung der Pipelines sei bereits im Dezember 2021 entstanden, die Vereinigten Staaten sahen sie als Druckmittel des Kremls gegenüber Deutschland und Westeuropa. Damit hätte der Beistand des Westens für die Ukraine geschwächt werden können.

Nach den Explosionen hatte sich der Verdacht schnell gegen Russland gerichtet, der Kreml hatte aber jede Verantwortung von sich gewiesen. Bereits damals deutete Moskau an, dass die USA verantwortlich für die Sabotage sein könnte.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichteagentur Reuters
  • BR: "USA stellen klar: Haben Nord-Stream-Pipelines nicht gesprengt"
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