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Militärausbilder in Ukraine?

"Wollen hier keinen Dritten Weltkrieg": USA lehnen Macron-Vorstoß ab

  • Veröffentlicht: 08.06.2024
  • 04:43 Uhr
  • Franziska Hursach
John Kirby, der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, betonte, dass US-Präsident Biden die Haltung des französischen Präsidenten respektiere.
John Kirby, der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, betonte, dass US-Präsident Biden die Haltung des französischen Präsidenten respektiere.© Jordan Pettitt/Press Association/dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, Militärausbilder:innen in die Ukraine entsenden zu wollen. Mit seinem Vorstoß zur Unterstützung der Ukraine handelt er sich eine Abfuhr aus Washington ein.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung plant keine Beteiligung an der Initiative von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Militärausbilder:innen in die Ukraine zu schicken.

  • US-Präsident Joe Biden habe seit Kriegsbeginn betont, "dass wir hier keinen Dritten Weltkrieg und keinen Krieg mit Russland wollen".

  • Macron sagte nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris, mehrere Partner hätten seinem Vorstoß bereits zugestimmt.

Die US-Regierung hat der Initiative von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Militärausbilder:innen in die Ukraine zu schicken, eine Absage erteilt. John Kirby, der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, äußerte sich am Rande eines Besuches von US-Präsident Joe Biden in Frankreich zu den Plänen Macrons und einer möglichen Beteiligung der USA.

"Wollen keinen Krieg mit Russland"

Kirby zufolge respektiere Biden Macrons Haltung, der US-Präsident habe jedoch seit Beginn des Ukraine-Kriegs klargemacht, dass er keine amerikanischen Soldat:innen in das Gebiet entsenden werde. "Das war bislang so, und das wird auch in Zukunft so sein", betonte Kirby.

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Demnach überlasse Biden Macron die Entscheidung, wie viele Informationen er zu dem Thema öffentlich mache und wie viel Klarheit er liefere. Biden seinerseits habe mehrere Punkte seit Kriegsbeginn ganz deutlich gemacht. Dazu gehöre, "dass wir hier keinen Dritten Weltkrieg und keinen Krieg mit Russland wollen"

Er hat immer wieder gesagt, dass eine Eskalation des Konflikts in diesem Ausmaß nicht nur für das ukrainische Volk schrecklich wäre.

Kirby über Biden

Es hätte auch katastrophale Folgen für den gesamten europäischen Kontinent und sei nicht im Interesse der Vereinigten Staaten.

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Macron: Zustimmung von mehreren Partnern

Seit mehr als zwei Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen einen russischen Angriffskrieg. Um die unter Druck geratene ukrainische Armee effektiver zu unterstützen, will Frankreich westliche Militärausbilder:innen in die Ukraine entsenden. Diese könnten ukrainische Soldat:innen in manchen Bereichen und "unter bestimmten Bedingungen" effizienter und praktischer ausbilden. Die französische Regierung berät nach Angaben von Macron mit Partnern über einen solchen Schritt.

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Macron sagte am Freitagabend (7. Juni) nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris, mehrere Partner hätten bereits ihre Zustimmung gegeben. Eine solche Koalition solle in den "kommenden Tagen" finalisiert werden. Auch Macron betonte jedoch, er wolle keine Eskalation mit Russland.

Macron empfängt Biden am Samstag (8. Juni) als Staatsgast in der französischen Hauptstadt. Das Thema Ukraine steht bei dem Treffen der beiden ganz oben auf der Agenda.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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