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Im Clip: Lucy Hellenbrecht: Was macht die GNTM-Teilnehmerin heute?

Was ist rückblickend dein Eindruck von "Germany's Next Topmodel"?

Lucy Hellenbrecht: Ich würde sagen, GNTM war einfach ein einmaliges Erlebnis mit tollen Erfahrungen, die man so schnell nicht noch mal machen wird. Die Mädels, die ich kennengelernt hab, sind auch unglaublich toll. Mit vielen habe ich heute noch Kontakt. Und rückblickend bin ich sehr dankbar, dass ich Teil davon sein durfte.

Was hat dich überrascht?

Bei den Dreharbeiten hat mich überrascht, dass die Gäste und Heidi Klum supernett waren. Sie haben sich viel Zeit für uns genommen und haben auch ohne Kamera mit uns geredet. Damit hätte ich am Anfang nicht gerechnet.

Was hast du bei "Germany's Next Topmodel" gelernt?

Bei "Germany's Next Topmodel" habe ich gelernt, dass man alles schaffen kann. Ich musste viele Herausforderungen bewältigen, die jetzt keine mehr für mich sind. Wenn der Kunde mich anfragt und sagt: "Hey, du müsstest dies und das machen", sage ich: "Kein Problem, habe ich schon gemacht, hab ich keine Angst vor." Die Show härtet einen ab und bereitet einen darauf vor, alle nachfolgenden Herausforderungen zu meistern.

Wie gibst du dich in den Sozialen Medien?

Ich würde schon sagen, dass ich auf Social Media auch so ehrlich bin wie in Realität. Ich bin super authentisch, finde ich, und ich verschönere nichts. Vor zwei Jahren hatte ich ein paar Operationen und da habe ich auch nichts verschönert. Ich bin ehrlich, auch bei sensiblen Themen wie bei den Operationen. Ich glaube, deswegen mögen mich die Leute heute immer noch.

Bekommst du oft Kritik?

Wenn man in der Öffentlichkeit steht, muss man damit rechnen, dass man Kritik oder sogar Hate bekommt. Und gerade, wenn ich offen über sensible Themen wie Operationen rede, dann greifen das die Medien auf. Es gibt Schlagzeilen und die Leute zerreißen sich den Mund. Den meisten ist es zu viel Information und dann kommt irgendwas wie: "Wollte ich gar nicht wissen", oder: "Wieso erzählt sie das?", oder: "Sie erzählt wirklich alles für Fame." Solche Nachrichten bekomme ich momentan täglich. Aber ich habe meine Community, meine kleine Insta-Bubble, und in der ist alles schön und da bekomme ich auch keine negativen Nachrichten.

Warum teilst du deine Geschichte?

Ich habe einfach gemerkt, dass ich das alles mit der Öffentlichkeit teilen möchte, weil es Teil meines Lebens ist. Ich kann das nicht verstecken. Wenn ich 20 Tage im Krankenhaus liege, kann ich mich auch nicht verstecken. Und es hilft unglaublich vielen Menschen, die in so eine Situation kommen. Ich kriege täglich immer noch viele Nachrichten, in denen gefragt wird: "Hey, wie mache ich das? Wie stelle ich das an? Ich weiß nicht, wie das geht, wie kann ich das am besten angehen?" Ich bin, glaube ich, für viele Menschen eine Stütze und eine Hilfe. Das bedeutet mir unglaublich viel. Gerade wenn ich Nachrichten bekomme, die sagen: "Hey, du hast mir so weitergeholfen", und: "Du hast mich inspiriert", oder: "Du hast mich auf meinem Weg einen Schritt nähergebracht." Das wärmt mir das Herz.

Wie hat sich die Geschlechtsangleichung verändert?

Ich kann sagen, dass mich die Geschlechtsangleichung viel selbstbewusster gemacht hat. Sie hat mich auf jeden Fall viel, viel stärker gemacht und hat mir sehr viel Lebensfreude geschenkt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so eine Erleichterung ist, diesen Schritt zu machen. Ich habe ein sehr, sehr glückliches Leben. Viel glücklicher als vorher sogar.

Die neue Staffel "Germany's Next Topmodel" 2022 siehst du ab dem 3. Februar um 20:15 Uhr auf ProSieben und auf Joyn

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