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"Gezwungen, zu reagieren"

Briten wollen Ukraine Uran-Munition liefern: Putin droht mit Reaktion

  • Aktualisiert: 22.03.2023
  • 15:47 Uhr
  • Lena Glöckner

Die britischen Pläne, der Ukraine Munition aus Uran zu liefern, haben Putin erbost. Russland sei gezwungen, entsprechend zu reagieren, sollten die Pläne ausgeführt werden.

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Wladimir Putin hat sich erzürnt über die Pläne Großbritanniens gezeigt, der Ukraine durchschlagskräftigere Munition aus abgereichertem Uran zu liefern. "Ich möchte anmerken, dass Russland gezwungen sein wird, entsprechend zu reagieren, wenn all dies passiert", sagte der Kremlchef am Dienstag (21. März) nach einem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping in Moskau. Auch Russlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu drohte: "Natürlich hat Russland eine Antwort parat."

Am Montag (20. März) hatte die britische Regierung mitgeteilt, dass sie zusätzlich zu den bereits versprochenen Kampfpanzern vom Typ Challenger 2 der Ukraine auch Munition liefern werde. Dazu gehöre panzerbrechende Munition aus abgereichertem Uran, hieß es in einer Antwort von Verteidigungsstaatssekretärin Annabel Goldie auf eine Frage im Oberhaus. "Solche Geschosse sind sehr effektiv, um moderne Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zu bezwingen", betonte Goldie. Putin behauptete, es handele sich um "Waffen mit einer nuklearen Komponente".

Experten: Auch Russland besitzt Uran-Munition

Uran ist ein radioaktives Metall. Wegen seiner höheren Dichte als Stahl oder Blei hat abgereichertes Uran eine höhere Durchschlagskraft. Die Geschosse wurden etwa in den Kriegen im Irak sowie in Serbien und Kosovo eingesetzt. Nach einem Gutachten des wissenschaftlichen Ausschusses Gesundheit und Umweltrisiken der Europäischen Kommission (SCHER) von 2010 gibt es "keine Hinweise auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken" durch abgereichertes Uran: "Die Strahlenexposition durch abgereichertes Uran ist, gemessen an der natürlich vorhandenen Strahlung, sehr gering."

Aus dem Irak gab es aber auch Medienberichte über Missbildungen, die auf die zuvor im Krieg verwendete Munition zurückgeführt wurden. Laut Experten besitzt auch Russland Uran-Munition.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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