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Bei Pressekonferenz

GDL-Chef Weselsky kündigt neue Bahn-Streiks ab Mittwoch an

  • Aktualisiert: 05.03.2024
  • 08:42 Uhr
  • Anne Funk
GDL-Chef Claus Weselsky hat die Fortsetzung des Arbeitskampfs bei der Bahn angekündigt.
GDL-Chef Claus Weselsky hat die Fortsetzung des Arbeitskampfs bei der Bahn angekündigt.© Reuters

Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen weiteren Streik im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn angekündigt.

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Der Ausstand solle 35 Stunden dauern und im Personenverkehr am Donnerstag (7. März) um 2 Uhr beginnen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Montag (4. März).

Im Güterverkehr der Bahn soll der Ausstand bereits am Mittwoch (6. März) um 18 Uhr beginnen. Außerdem will die GDL künftige Streiks nicht mehr mit einem 48-stündigen Vorlauf ankündigen, betonte Weselsky. "Wir beginnen sogenannte Wellenstreiks", sagte er. "Damit ist die Eisenbahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr."

Es ist der fünfte Arbeitskampf im seit Monaten andauernden Tarifkonflikt. Die jüngste Verhandlungsrunde hatte die Gewerkschaft am Donnerstag (29. Februar) nach rund vier Wochen abgebrochen. Bis einschließlich Sonntag (3. März) galt dabei eine selbst auferlegte Friedenspflicht. "Dieser Streik wird insgesamt 35 Stunden lang sein. 35 Stunden deshalb, damit jeder in der Republik merkt, worum es uns geht: nämlich um die 35-Stunden-Woche", sagte Weselsky.

Seit Monaten immer wieder Streiks

Seit Monaten ringen GDL und Bahn um einen neuen Tarifvertrag. Knackpunkt ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne finanzielle Einbußen. Die GDL erklärte bereits im November eine erste Verhandlungsphase für gescheitert und rief daraufhin nach einer Urabstimmung zu zwei längeren Streiks auf. Zwei eintägige Warnstreiks hatte es zuvor schon gegeben.

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Den jüngsten Arbeitskampf beendete die GDL überraschend vorzeitig und kam mit der Bahn Anfang Februar zu erneuten Verhandlungen hinter verschlossenen Türen zusammen. Vier Wochen lang wurde auch mit externen Vermittlern - dem ehemaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther - verhandelt. An die Öffentlichkeit drang in dieser Zeit nichts.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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