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Güterverkehr und Personenverkehr

Tarifstreit mit der Bahn: GDL ruft zu neuem Streik am Dienstag auf

  • Aktualisiert: 11.03.2024
  • 09:39 Uhr
  • Olivia Kowalak
Die Züge werden wieder stehen: Fahrgäste müssen sich auf einen 24-stündigen Streik vorbereiten.
Die Züge werden wieder stehen: Fahrgäste müssen sich auf einen 24-stündigen Streik vorbereiten.© Christoph Soeder/dpa

Der Tarifstreit zwischen der GDL und der Bahn nähert sich dem sechsten Streik. Die Gewerkschaft hat angekündigt, am Montag Güterverkehr und Personenverkehr stillzulegen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutsche Bahn hat das Ultimatum der GDL abgelehnt und somit weitere Verhandlungen unterbrochen.

  • Die Gewerkschaft wird am Montag um 18 Uhr den Güterverkehr für 24 Stunden zum Stehen bringen.

  • Ab Dienstag um 2 Uhr soll der Personenverkehr für 24 Stunden eingestellt werden.

Im Video: GDL setzt Bahn Ultimatum

GDL setzt Bahn Ultimatum

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn erneut zu einem Streik aufgerufen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am 10. März berichtet, soll schon am Dienstag ab 2 Uhr der Personenverkehr für 24 Stunden eingestellt werden, so die GDL. Im Güterverkehr wird der Ausstand am Montag um 18 Uhr beginnen und am folgenden Tag um 18 Uhr enden.

Dies ist das sechste Mal, dass die Lokführer im Streit um bessere Arbeitsbedingungen die Arbeit niederlegen. Gewerkschaftschef Claus Weselsky hatte bereits vor dem vorigen Streik angekündigt, der Bahn und den Fahrgästen künftig deutlich weniger Vorlauf zu geben.

Frist verstrichen: "DB setzt die Provokation fort"

"Da der Arbeitgeber Deutsche Bahn (DB) die von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gesetzte Frist, bis zum 10. März 2024, 18 Uhr, ein schriftliches Angebot zu unterbreiten, unverrichteter Dinge hat verstreichen lassen, setzt die DB die Provokation fort und zwingt die GDL unweigerlich und zum Leidwesen der DB-Kunden, die Auseinandersetzung fortzuführen", so die Gewerkschaft. 

Die Deutsche Bahn hatte die GDL zuvor zu einer nächsten Verhandlungsrunde am Montag eingeladen. "Wir sind überzeugt, dass uns eine Einigung nur im Dialog am Verhandlungstisch gelingen wird", sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Die GDL bekundete Interesse, hatte jedoch der Bahn die Bedingung gestellt, bis Sonntagabend um 18 Uhr ein neues Angebot zu unterbreiten.

In dieser "sehr weit fortgeschrittenen Phase der Verhandlungen in einen schriftlichen Austausch von Angeboten und Antworten überzugehen", sei "nicht zielführend", so der Bahn-Konzern. Angebote und Lösungen könnten direkt am Verhandlungstisch unterbreitet und erörtert werden, hieß es weiter.

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Claus Weselsky, der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), steht wegen seiner Aussagen zu den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn in der Kritik. Er behauptet, nie gelogen zu haben, und spricht von einem Versprecher.

  • 07.03.2024
  • 13:02 Uhr

Die Streik-Ankündigung liegt etwa 24 Stunden vor Beginn der Arbeitsniederlegung. Es wurden bisher keine Angaben darüber gemacht, ob die Bahn einen Notfallplan aufgestellt hat. Möglicherweise stellt der Konzern aufgrund der Kurzfristigkeit den gesamten Fernverkehr ein.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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