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Entwicklung abgeschlossen

Nordkorea: Kim Jong-un will Spionagesatellit ins All schicken

  • Veröffentlicht: 19.04.2023
  • 18:03 Uhr
  • Jule Lampe
Kim Jong -un und seine Tochter beim Besuch der Behörde für Luft- und Raumfahrtentwicklung.
Kim Jong -un und seine Tochter beim Besuch der Behörde für Luft- und Raumfahrtentwicklung.-/KCNA/KNS/dpa

Nordkorea hat nach eigenen Angaben die Entwicklung seines ersten Spionagesatelliten abgeschlossen. Dieser soll künftig für militärische Zwecke eingesetzt werden. 

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Der "militärische Spionagesatellite Nummer eins" solle bald getestet werden. Das haben Staatsmedien am Mittwoch (19. April) bekanntgegeben. Bei einem Besuch der Behörde für Luft- und Raumfahrtentwicklung habe Kim Jong-un angeordnet, die Vorbereitungen für den Satellitenstart zu beschleunigen. Die Entwicklung des ersten Erdbeobachtungssatelliten Nordkoreas sei nun abgeschlossen und er könne zum geplanten Zeitpunkt seine Arbeit aufnehmen. Wann dieser Zeitpunkt sein soll, ist allerdings noch nicht klar.

Im Video: Japan alarmiert Inselbewohner nach Raketentest Nordkoreas

Im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP bezeichnete der Experte vom World Institute for North Korea Studies, An Chan Il,  den Start des Satelliten als "symbolisch" und verwies darauf, dass dieser "schrittweise" verbessert werden solle.

Wenn China und Russland keine High-Tech-Unterstützung liefern, wird es schwierig werden, mit Nordkoreas eigener Technologie zu spionieren.

An Chan Il, World Institute for North Korea Studies

Nordkorea will sich gegen "Bedrohung" rüsten

Kim Jong-un hatte betont, dass das Ziel sei, in Zukunft mehrere solcher Satelliten auf verschiedenen Erdumlaufbahnen einzusetzen. Damit wolle er der Bedrohung aus dem Ausland - insbesondere der USA und Südkorea - begegnen und sich "Informationen in Echtzeit über das militärische Szenario und die Aktivitäten der feindseligen Kräfte" verschaffen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet. Je nach Bauart können solche Raketen mit einem oder mehreren Atomsprengköpfen bestückt werden. Durch UN-Beschlüsse ist Nordkorea die Erprobung dieser oder anderer ballistischer Raketen untersagt. Das Atomwaffenprogramm Nordkoreas wird darüber hinaus von den USA und ihrer Alliierten als direkte Bedrohung wahrgenommen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur AFP
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