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Fußballweltmeisterschaft 2023

Umfrage: TV-Sender sollen FIFA für die Übertragung der Frauen-WM nicht mehr zahlen

  • Aktualisiert: 08.05.2023
  • 18:40 Uhr
  • Melissa Aschauer

Eine neue Umfrage ergab: Deutsche TV-Sender sollen nicht höhere Beträge an den Fußballweltverband zahlen, um die Fußball-WM der Frauen übertragen zu dürfen. Zehn Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft ist die Frage über die Übertragung im deutschen Fernsehen noch unklar. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine neue Umfrage zeigt: Nach deutschen Fußballfans sollen TV-Sender für die Übertragung der Frauen-WM keine höheren Beträge an die FIFA zahlen.

  • Unterdessen drängt Außenministerin Annalena Baerbock auf eine Einigung bei den TV-Rechten.

  • Nationaltorhüterin Almuth Schult wiederum ist von der Diskussion um die TV-Rechte genervt. Bei einer Männer-WM wäre so etwas nicht passiert, so Schult. 

Eine neue Umfrage zeigt: Eine Mehrheit der deutschen Fußballfans ist der Meinung, dass Fernsehsender der FIFA keine höheren Beträge für die TV-Rechte der kommenden Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Australien und Neuseeland zahlen sollen.

Mehr als zwei Drittel gegen die Zahlung höherer Beträge

Wie aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Nachrichtenportals "web.de" hervorgeht, sprachen sich insgesamt 69 Prozent der Teilnehmenden mit "nein" oder "eher nein" gegen höhere Beträge aus. Lediglich 15 Prozent waren dafür. Insgesamt 16 Prozent waren unentschlossen.

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Baerbock drängt auf Einigung der TV-Rechte

Zuletzt hatte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf eine Rechte-Einigung gedrängt und dabei auch ARD und ZDF in die Pflicht genommen. "Das Eine ist die FIFA, an die wir eindringlich appellieren können, das Andere sind die öffentlich-rechtlichen Sender", sagte die Grünen-Politikerin laut dpa.

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ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hatte derweil von einem "marktgerechten Angebot" an die FIFA gesprochen. Auch ZDF hatte in einer Pressemitteilung betont: "Die Angebote des ZDF für den Erwerb von Sportrechten orientieren sich unter anderem maßgeblich am Marktpreis für das jeweilige Sportrecht. Der Marktwert kann unter Umständen erheblich von der preislichen Erwartungshaltung von Rechtevermarktern abweichen."

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Übertragung der WM immer noch nicht sicher

Nur zehn Wochen vor dem WM-Start am 20. Juli ist noch unklar, wer das Turnier im deutschen Fernsehen übertragen wird. Angesichts der stockenden Verhandlungen hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino davor gewarnt, dass die Spiele in Deutschland nicht im TV zu sehen sein könnten.

Nationaltorhüterin Almuth Schult zeigt sich gegenüber dem Zerren um die TV-Rechte sichtlich genervt. In einem Artikel schrieb sie, dass der Fußballverband FIFA und die Fernsehsender sich endlich einigen sollten. "Gier nach Geld" dürfte dabei nicht das Wichtigste sein. Bei einer Männer-WM wäre so etwas nicht passiert. Da würden jetzt alle Sendepläne schon feststehen, so Schult.

Und auch Tommy Stroot,Trainer des VfL Wolfsburg, wäre es "unvorstellbar", dass die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland nicht im deutschen Fernsehen übertragen werden. Dies betonte der 34-Jährige im NDR-Sportclub am Sonntagabend. "Deswegen gehe ich fest davon aus, dass eine Übertragung stattfinden wird und muss", sagte Stroot. "Der Frauenfußball befindet sich in allen Bereichen komplett im Hype. Da wäre es wirklich ein kompletter Blackout, wenn die WM nicht übertragen wird."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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