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Weihnachtsansprache

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft Deutschland zu Zusammenhalt auf

  • Veröffentlicht: 24.12.2023
  • 03:21 Uhr
  • Malika Baratov
Der Bundespräsident sieht das Land vor großen Herausforderungen.
Der Bundespräsident sieht das Land vor großen Herausforderungen. © Britta Pedersen/dpa

In seiner diesjährigen Weihnachtsansprache warnt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eindringlich davor, sich von der Demokratie abzuwenden. Er betont die Bedeutung von Klarheit und Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bundespräsident Steinmeier warnt eindringlich davor, sich von der Demokratie abzuwenden und betont die Notwendigkeit von Klarheit und Zusammenarbeit.

  • In seiner Weihnachtsansprache ruft er dazu auf, Wut und Verachtung als Ratgeber zu vermeiden und setzt sich für Mut und Miteinander als Schlüssel zum gesellschaftlichen Fortschritt ein.

  • Angesichts globaler Herausforderungen und Konflikte betont Steinmeier das kommende 75. Jubiläum der deutschen Demokratie und ermutigt zum Vertrauen in das demokratische Fundament.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen davor gewarnt, sich von der Demokratie abzuwenden. "Ja, wir sehnen uns nach Klarheit. Ja, es ist berechtigt, von den politisch Verantwortlichen zu erwarten, dass sie um den richtigen Weg ringen, aber auch, dass sie Antworten geben, die uns als Land weiterhelfen", sagte Steinmeier in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache. Die Bürgerinnen und Bürger dürften erwarten, dass Demokraten zusammenarbeiten, wo es um das gemeinsame Ganze geht. "Viele haben das vermisst. Manche wenden sich ab, andere schimpfen auf alles und jeden", sagte er laut dem vom Bundespräsidialamt vorab verbreiteten Redetext.

Im Video: Studie: Junge Europäer:innen sehen ihre Zukunft düsterer

Mut und Miteinander als Ratgeber in der Demokratie

Aber wenn es anstrengend werde in der Demokratie, dann gebe es "bessere Ratgeber als Wut und Verachtung", warnte Steinmeier. "Auch bessere als diejenigen, die so tun, als gäbe es immer die eine einfache Antwort auf die Fragen der Zukunft. Zu den guten Ratgebern gehören Mut und Miteinander." Dazu gehöre auch, alle im Blick zu behalten. Steinmeier: "Weiter kommen wir immer nur gemeinsam, und nicht, wenn jeder sich in seine Lebenswelt zurückzieht."

In diesem Jahr habe sich die Welt von ihrer dunklen Seite gezeigt. Es seien Leid und Zerstörung sowie Hass und Gewalt zu sehen gewesen. Er nannte den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Und seit Herbst sehen wir mit Entsetzen die Gräueltaten der Hamas und die Opfer des Krieges im Nahen Osten", sagte er. Das Jahr habe viele offene Fragen hinterlassen. Manch einer schaue skeptisch auf Staat und Politik, mancher habe Sorgen vor der Zukunft.

Im Video: Steinmeier besucht Orte des jüngsten Hamas-Terrors

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Steinmeier dankt Helfer:innen

Er wünsche den Menschen, dass sie nun über die Feiertage die Tür hinter sich schließen und die Zeit mit ihren Liebsten genießen könnten. Sein Dank gelte zugleich denen, die unterwegs seien, damit "wir alle in Ruhe und behütet feiern können". Er nannte Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr. "Oder Sie, in den Kliniken, in den Heimen oder in den Einrichtungen, die sich auch heute um andere Menschen kümmern, um Menschen in seelischer Not, um Menschen ohne Dach überm Kopf! Danke, dass Sie da sind."

Es gebe Millionen Menschen, die sich entschieden und beherzt für andere einsetzten, die sich für ein friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft der Vielen engagierten. "Und diese Menschen sind es, die mir Mut machen. Sie bringen Wärme in unser Land", sagte Steinmeier.

75 Jahre Grundgesetz

Im nächsten Jahr feiere Deutschland den 75. Geburtstag der eigenen Demokratie. "Unsere Verfassung ist etwas, worauf wir stolz sein dürfen", sagte er. Und: "Dieses Fundament hat unser Land bisher gut getragen, auch dann, wenn es mal schwieriger wurde. Und ich bin überzeugt: Es wird uns auch in Zukunft tragen. Und deshalb will ich uns alle ermutigen, auf dieses Fundament zu vertrauen. Machen wir uns doch öfter bewusst: Deutschland ist und bleibt ein gutes Land."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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