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Im US-Fernsehen

Frau, die Maddie McCann sein will, gibt TV-Interview: "Habe meine Geburtsurkunde nie gesehen"

  • Veröffentlicht: 28.03.2023
  • 16:51 Uhr
  • Anne Funk

"Ist es möglich, dass Madeleine endlich gefunden wurde?" - Mit diesen Worten eröffnet "Dr. Phil" seine Sendung, in der er eine junge Frau aus Polen interviewt. Sie behauptet, Maddie McCann zu sein. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine junge Frau aus Polen behauptet, sie könnte die vermisste Maddie McCann sein.

  • Das Mädchen verschwand 2007 während eines Urlaubs in Portugal.

  • Nun gibt die Polin ein Interview im US-Fernsehen und schildert ihre Version der Wahrheit.

Julia W. behauptet, sie sei die vermisste Maddie McCann. Das britische Mädchen verschwand 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal, seither gibt es zwar die ein oder andere Spur, doch ihr Verbleib ist noch immer ungeklärt. Immer wieder melden sich allerdings Frauen und wollen das vermisste Kind - das inzwischen 19 Jahre alt wäre - sein. So auch die junge Frau aus Polen, Julia.

In der US-Talkshow "Dr. Phil" sprach Julia nun über ihre Vermutung. Zuvor hatte sie diese bereits auf ihrem Instagram-Account geteilt und damit mehr als eine Million Follower erreicht. Der Account ist inzwischen gelöscht, die Frage, ob es sich tatsächlich um das vermisste Mädchen handeln könnte, allerdings noch immer nicht beantwortet.

Gibt es wirklich keine Kindheitsfotos?

Nun spricht Julia also im Fernsehen, in der Sendung des Psychologen Phil McGraw. In der Folge mit dem Titel "'I Believe I am Madeleine McCann'" ("Ich glaube, ich bin Madeleine McCann"), die am Montag (27. März) ausgestrahlt wurde, stellt sich die junge Frau den Fragen des Gastgebers. "Ist es möglich, dass Madeleine endlich gefunden wurde?", beginnt McGraw die Sendung.

Im Juni 2022 habe sie zum ersten Mal gedacht, die könne das vermisste Mädchen sein, so Julia. McGraw zeigt die Bilder, die Julia zuvor auf Instagram gepostet hatte und welche die Ähnlichkeiten zwischen ihr und Madeleine beweisen sollen: ein Mal im Auge, eines auf der Wange, der Gesichtsausdruck.

"Ihre Mutter - also die Menschen, die Sie aufgezogen haben - behauptet aber weiterhin, dass sie Ihre biologische Mutter sei, dass sie Sie geboren hat", wirft der Gastgeber ein. Das stimmt, so Julia, doch als sie sie nach Fotos aus der Zeit ihrer Schwangerschaft oder aus Julias früher Kindheit gefragt habe, habe sie sich geweigert, ihr Bilder zu zeigen. Auch einen DNA-Test soll ihre Mutter abgelehnt haben.

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Familie bestreitet Julias Version

Die ebenfalls in der Show anwesende Dr. Fia Johansson, die als Privatermittlerin und Medium tätig ist, ergänzt, dass einer ihrer Mitarbeiter überprüft habe, ob Julia tatsächlich in dem von ihrer Mutter genannten Krankenhaus geboren sei. Doch das sei nicht der Fall gewesen. Es gebe auch keine Geburtsurkunde, so Johansson.

Bereits zuvor hatte Julias Familie öffentlich Stellung genommen zu ihren Vermutungen und behauptet, Julia sei definitiv ihre Verwandte und habe die Geburtsurkunde und Kindheitsfoto an sich genommen. "Ich habe meine Geburtsurkunde nie gesehen und ich habe keine Fotos mitgenommen", kontert Julia. 

"Haben Sie einen DNA-Test machen lassen?", will McGraw im weiteren Verlauf des Interviews wissen. Julia bestätigt die Frage: "Wir warten auf die Ergebnisse." Den Gastgeber interessiert dann, was die junge Frau tun wird, sollte der Test die Aussage ihrer Mutter bestätigen - nämlich dass sie tatsächlich ihre Tochter und nicht die vermisste Maddie sei. "Wenn sie meine Mutter sein sollte, will ich keinen Kontakt zu ihr haben, das ist alles." Doch sie glaube, sie sei nicht ihre Mutter. Julia wäre auch bereit, Scotland Yard eine DNA-Probe zur Verfügung zu stellen. Die Londoner Polizei hatte einen DNA-Test allerdings offenbar bereits abgelehnt, da es zu viele Ungereimtheiten in dem Fall geben solle.

  • Verwendete Quellen:
  • Youtube: "Dr. Phil"
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