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Nach Rauswurf aus Fraktion

Hat sich Ex-AfD-Abgeordnete Olga Petersen mit Kindern nach Russland abgesetzt?

  • Aktualisiert: 07.06.2024
  • 11:12 Uhr
  • Lisa Apfel

Erst AfD-Fraktions-Ausschluss, jetzt Russland-Flucht? Die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Olga Petersen soll sich nach Polit-Kontroversen nun im Ausland aufhalten. Der Kreml wittert direkt Propaganda-Potenzial. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nachdem sie in Deutschland wegen ihrer Kreml-Nähe in Verruf geraten war, soll sich Olga Petersen nun in Russland aufhalten.

  • Vorangegangen war ihr Ausschluss aus der Hamburger AfD-Fraktion.

  • Russland scheint das gelegen zu kommen.

Sie war bereits für ihre Russland-Nähe bekannt, nun soll sich die Hamburger Abgeordnete Olga Petersen ganz dorthin abgesetzt haben. Wie unter anderem das Nachrichtenportal "n-tv" sowie "Merkur.de" berichten, soll Pedersen, die erst vor Kurzem aus der AfD-Fraktion ihrer Stadt ausgeschlossen worden war, Deutschland den Rücken gekehrt haben.

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Russischer Politiker: "Unerträgliche Bedingungen" in Deutschland

So erzählt es zumindest Alexander Brod, ein Mitglied des russischen Präsidialrats für Zivilgesellschaft und Menschenrechte. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS berichtete, sollen in Deutschland Jugendämter im Begriff gewesen sein, drei minderjährige Kinder aus Petersens Familie zu nehmen. Zudem ist von Medienhetze die Rede.

Infolgedessen habe sich Petersen gezwungen gesehen, Deutschland zu verlassen, erklärte Brod, nicht ohne diverse Kreml-Propaganda hinzuzufügen. So würden die Ereignisse an die "Atmosphäre in Nazi-Deutschland" erinnern und es herrschten "unerträgliche Bedingungen im Land", zitiert "n-tv" den Russen. Brod sicherte Olga Petersen unter anderem Rechtsberatung zu.

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Petersen bezeichnete Russland-Wahlen als "demokratisch und frei"

Die Hamburger AfD-Fraktion hatte die Politikerin wegen parteischädigenden Verhaltens Anfang Mai ausgeschlossen, nachdem Petersen zur diesjährigen Wahl nach Russland gereist war. Die Scheinwahl von Kreml-Chef Wladimir Putin bezeichnete sie daraufhin als "offen, demokratisch und frei."

Die "fundamentalen Meinungsverschiedenheiten" würden eine "weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich machen", hieß es von Seiten der AfD.

Die AfD will von der Wahl-Fahrt der Bürgerschaftsabgeordneten zudem nichts gewusst haben, spricht von Täuschung. Petersen habe im Vorfeld angegeben, privat nach Russland zu reisen. Petersen habe auch eine maßgebliche Rolle beim zwischenzeitlichen Auseinanderbrechen der AfD-Fraktion in der Bezirksversammlung im Hamburger Stadtteil Harburg gespielt.

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Gegenüber dem NDR hatte Petersen angekündigt, sich juristisch gegen das Parteiausschlussverfahren, das Anfang Mai von der Hamburger AfD ebenfalls eingeleitet worden war, zur Wehr setzen zu wollen.

Eine Anfrage der "Hamburger Morgenpost" zu den aktuellen Geschehnissen lehnte Petersen derweil mit Verweis auf die "Sicherheit ihrer Familie" ab.

  • Verwendete Quellen:
  • "Merkur.de": Nach AfD-Ausschluss: Deutsche Abgeordnete setzt sich wohl nach Russland ab
  • Nachrichtenagentur dpa
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