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Ukraine-Krieg

Neuer Putin-Panzer? Mysteriöses Kettenfahrzeug gesichtet

  • Aktualisiert: 09.07.2024
  • 17:15 Uhr
  • Christina Strobl
Der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu besucht ein Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes in der Region Omsk, das Panzer und schwere Flammenwerfersysteme herstellt.
Der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu besucht ein Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes in der Region Omsk, das Panzer und schwere Flammenwerfersysteme herstellt.© Uncredited/Rusian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Im mittleren Ural ist ein bisher unbekanntes Kettenfahrzeug gesichtet worden. Militärexperten gehen davon aus, dass es sich dabei um ein neuartiges Panzermodell Russlands handelt. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • In der russischen Stadt Nischni Tagil wurde ein bisher unbekanntes Kettenfahrzeug gesichtet, das von einem Testgelände fährt.

  • Dabei soll es sich um ein neues Panzer-Modell handeln, das günstiger herzustellen ist.

  • Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wirken sich der Materialverlust an der Front sowie die westlichen Sanktionen negativ auf die russische Wirtschaft aus.

Hat Russland einen neuen Kampfpanzer für den Angriffskrieg gegen die Ukraine bauen lassen? Videoaufnahmen aus der Stadt Nischni Tagil, die dem Militärmagazin "Defence Blog" vorliegen, sollen ein Kettenfahrzeug zeigen, das von einem Testgelände im mittleren Ural fährt. Das berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Montag (8. Juli).

Im Video: Ukraine-Krieg - Große Parade in Moskau stellt erbeutete Kriegspanzer aus

Neues Panzer-Modell gesichtet

Das Aussehen des Gefährts soll jedoch Rätsel aufwerfen: Von seiner Form erinnere der neuartige Panzer an Putins "Superpanzer" T-15 Armata. Dieser, so "Defence Blog", stelle derzeit den bedeutendsten Fortschritt in der russischen Militärtechnologie dar. Jedoch gebe es gewisse Unterschiede zu dem jetzt aufgetauchten Panzer-Video.

Der bekannte T-15 verfügt über ein Kettenlaufwerk mit insgesamt sieben Rollen. Der neu gesichtete Panzer habe hingegen sechs Rollen. Dem Militärmagazin zufolge ist dies ein Hinweis darauf, dass Russland auf das Fahrgestell des 1972 in den Dienst gestellten Kampfpanzers T-72 setzt. Sollte sich Russlands Kriegswirtschaft jetzt für diese Bauweise entschieden haben, könnte das auch finanzielle Gründen haben, so die "Frankfurter Rundschau".

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Mutmaßlich neu hochgerüstete russische "Schildkröten-Panzer" mit Käfiggestellen zum Schutz vor ukrainischen Angriffen.
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Im Krieg gegen die Ukraine

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Nach der Sichtung russischer  "Schildkröten-Panzer" vor ein paar Wochen, sind die Panzer in einer neuen Version mit einem Metall-Käfig im Einsatz.

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Putin muss sparen

Der T-15-Panzer gilt nämlich als zu teuer für den Kriegseinsatz. Die Produktion eines einzigen T-15 koste zwischen 5 und 9 Millionen US-Dollar und sei damit deutlich teurer als bei anderen russischen Modellen, berichtet "Business Insider". Da sich der Ukraine-Krieg mittlerweile zu einer Art Abnutzungskrieg entwickelt hat, könnte Kosteneffizienz also eine bedeutende Rolle bei dem neuen Panzer spielen.

Ein Militäranalyst sagte dazu: "Die Wahl der T-72-Plattform ist angesichts des aktuellen Zustands der russischen Verteidigungsindustrie sinnvoll." Denn so sei eine verhältnismäßig einfache Produktion sowie Wartung möglich. Außerdem würde die Bauweise des T-72 ausreichend Schutz gegen die schweren Kämpfe an der Kriegsfront bieten, so der Experte.

Im Video: "Komplett neues" Kampfpanzersystem -  Entwicklung mit Frankreich startet

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Über 8.000 russische Panzer sollen bisher vernichtet worden sein

Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor zweieinhalb Jahren soll die russische Armee bereits über 8.000 Panzer verloren haben. Dies habe der ukrainische Generalstab gemeldet, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Die materiellen Verluste sowie die harten Sanktionen des Westens machen sich demnach mittlerweile auch in der russischen Wirtschaft bemerkbar. Daher plane der Kreml noch in diesem Jahr 100 Milliarden Euro in die Verteidigung zu investieren. Zähle man weitere Kosten für die Sicherheit der Russen hinzu, mache das über ein Drittel (38,6 Prozent) des gesamten russischen Etats aus.

Auf der ukrainischen Seite sieht dies anders aus, denn Präsident Wolodymyr Selenskyj erhält immer wieder finanzielle und militärische Hilfen aus dem Westen. So soll seit Kriegsbeginn alleine aus Deutschland "Material aus Beständen der Bundeswehr mit einem geschätzten Wiederbeschaffungswert von etwa 5,2 Milliarden Euro an die Ukraine" übergeben worden sein, wie die Bundesregierung auf ihrer Website bekannt gibt.

  • Verwendete Quellen:
  • "Defence Blog": "New heavy infantry fighting vehicle spotted in Russia"
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