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NATO-Treffen

US-Top-General: Putin hat den Krieg strategisch schon verloren

  • Aktualisiert: 15.02.2023
  • 09:08 Uhr
  • Nelly Grassinger

Die russischen Truppen rücken in der Ukraine vor. Doch laut dem US-General Mark Milley hat Putin den Krieg in der Ukraine langfristig bereits verloren. Währenddessen spitzen sich die Kämpfe im Osten des Landes zu.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der US-Generalstabschef Mark Milley sorgte in Brüssel für Aufsehen.

  • Inmitten der zunehmenden Angriffe auf die Ukraine ist er der Meinung: Russland hat bereits verloren.

  • In der Ukraine spitzen sich die Kämpfe im Osten weiter zu.

Mit seinen Aussagen über den Krieg in der Ukraine sorgte der amerikanische Generalstabschef Mark Milley bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister:innen in Brüssel für Aufsehen. Trotz der erwarteten Großoffensive russischer Truppen ist Milley der Ansicht: "Russland ist jetzt ein globaler Außenseiter, und die Welt ist nach wie vor von der Tapferkeit und dem Durchhaltevermögen der Ukrainer begeistert. Kurz gesagt: Russland hat verloren. Sie haben strategisch, operativ und taktisch verloren!"

Kämpfe im Osten der Ukraine

In der Ukraine wird seit Wochen erbittert gekämpft. Knapp ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs stehen Kiews Truppen vor allem in der Donbass-Region massiv unter Druck.

Den Kampf um die Region Bachmut im Osten des Landes bezeichnete Milley als "Abnutzungskrieg". Es gebe viel Gewalt und viele Gefechte, aber die Frontlinie sei ziemlich stabil, sagte Milley auf eine Frage nach dem aktuellen Kriegsgeschehen. "Ich würde es als eine sehr große Abnutzungsschlacht mit sehr hohen Verlusten beschreiben, insbesondere auf russischer Seite."

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer "äußerst schwierigen" Lage im Osten seines Landes. "Das sind buchstäblich Kämpfe um jeden Meter ukrainischen Landes."

Nach der Einschätzung Milleys halten die Ukrainer derzeit die Stellung, während auf russischer Seite insbesondere die Wagner-Gruppe angreift. "Es gibt hier keine ausgefeilten Manöver. Es handelt sich um Frontalangriffe, Angriffswellen, viel Artillerie mit extrem hohen Verlusten in diesem Gebiet", sagte er. Wie lange das so gehen werde, sei schwierig zu sagen. Es gehe nun schon seit Wochen so.

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Milley zuversichtlich - Stoltenberg warnt 

Der mächtigste Offizier der Vereinigten Staaten äußerte sich bei der Pressekonferenz in Brüssel dennoch zuversichtlich: "Die Ukraine bleibt frei und unabhängig, die Nato und unsere Koalition war noch nie stärker", sagte Milley, der bereits während Donald Trumps Präsidentschaft gedient hatte.

Der General schätzte laut "Bild", dass über 100.000 russische Soldaten bereits gefallen sein dürften. Damit zahle Russland einen "enormen Preis auf dem Schlachtfeld". 

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich hingegen bereits am Montag (13. Februar) über die hohe Zahl an Opfern auf russischer Seite, die Putin in Kauf nehme, besorgt. "Was Russland an Qualität fehlt, versucht es an Quantität auszugleichen", so Stoltenberg und sprach sich erneut für rasche Waffenlieferungen an die Ukraine aus.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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