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Nach der Befreiung durch die Ukraine

Schon 400 russische Kriegsverbrechen in Cherson dokumentiert

  • Veröffentlicht: 14.11.2022
  • 12:50 Uhr
  • jot
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© Libkos/AP/dpa

Die Freude über die Befreiung des Gebiets Cherson durch ukrainische Truppen ist überwältigend. Zugleich kommen aber zahlreiche russische Kriegsverbrechen zum Vorschein. Putins Armee habe in Cherson "dieselben Gräueltaten wie in anderen Regionen unseres Landes" begangen, sagte Präsident Selenskyj.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Ukrainer dokumentieren zahlreiche russische Kriegsverbrechen in Cherson.
  • Selenskyj: "Dieselben Gräueltaten wie in anderen Regionen" der Ukraine.
  • Russen melden kleinere Erfolge im Gebiet Donezk.

In die Freude über die Befreiung des Gebiets Cherson durch die ukrainische Armee mischen sich auch Wut und Trauer. Die Ukraine beklagt abermals zahlreiche russische Kriegsverbrechen in der Region. Bisher seien bereits rund 400 russische Kriegsverbrechen dokumentiert worden, sagte  Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in seiner täglichen Videobotschaft. In der Stadt seien auch Leichen von Zivilisten und Militärangehörigen gefunden worden. "In der Region Cherson beging die russische Armee dieselben Gräueltaten wie in anderen Regionen unseres Landes, in die sie eingedrungen war", sagte Selenskyj. "Aber wir werden jeden Mörder finden und vor Gericht stellen."

Zahlreiche Kriegsverbrechen in Cherson

Im befreiten Cherson im Süden des Landes wird laut Selenskyj fieberhaft daran gearbeitet, ein möglichst normales Leben wiederherzustellen. Daneben sei die "Neutralisierung" russischer Saboteure sowie die Gefangennahme zurückgebliebener russischer Soldaten im Gange. Nach dem russischen Truppenrückzug haben die ukrainischen Streitkräfte im Süden ihres Landes eigenen Angaben zufolge bislang insgesamt 179 Siedlungen zurückerobert. 

Selenskyj sprach seinen Landsleuten mit Blick auf die anhaltenden Kämpfe Mut zu. "Wir alle spüren, wie unser Sieg naht", sagte er. "Es gibt immer Menschen, die kämpfen und arbeiten für unseren Sieg." Selenskyj bedankte sich bei Soldaten, Ärzten und Diplomaten, die bereits seit mehr als 260 Tagen seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs rund um die Uhr in der Ukraine im Einsatz seien.

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Russen vermelden kleinere Erfolge

Unterdessen berichtet die russische Seite von kleineren Erfolgen im ostukrainischen Gebiet Donezk. Russische Soldaten hätten den Ort Majorsk bei der Stadt Horliwka erobert, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Angaben. Präsident Selenskyj hatte allerdings bereits in seiner Videoansprache am Samstagabend von derzeit besonders heftigen russischen Angriffen in Donezk gesprochen. "Dort ist es die reine Hölle", sagte er.

Die Armee von Kremlherrscher Wladimir Putin hat Donezk in größeren Teilen erobert und im September - ebenso wie das Nachbargebiet Luhansk sowie Saporischschja und Cherson im Süden - völkerrechtswidrig annektiert.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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