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Aral, Shell & Total: Wie Tankstellen für das Verbrenner-Verbot umrüsten

  • Veröffentlicht: 28.08.2023
  • 15:40 Uhr
  • Clarissa Yigit
Die herkömmliche Zapfsäule für Verbrennermotoren könnte bald der Vergangenheit angehören.
Die herkömmliche Zapfsäule für Verbrennermotoren könnte bald der Vergangenheit angehören.© Foto: Axel Heimken/dpa

Neue Geschäftsfelder sollen die Tankstellen vor dem beschlossenen Verbrenner-Aus retten. Von dem herkömmlichen Angebot könnte allerdings nicht mehr viel übrig bleiben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das beschlossene Verbrenner-Verbot ab dem Jahr 2035 stellt Tankstellenbetreiber vor neue Herausforderungen.

  • Schon jetzt machen sich die ersten Tankstellenketten Gedanken über effektive neue Geschäftsfelder.

  • Dabei setzen sie nicht nur auf Elektro-Mobilität.

Das beschlossene Verbrenner-Aus ab dem Jahr 2035 sorgt für Einfallsreichtum an den Zapfsäulen. So haben die ersten Tankstellenketten bereits ein Konzept erarbeitet, wie es in Zukunft weitergehen soll. 

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Aral

Der Tankstellenbetreiber Aral setzt beispielsweise zum einen auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit "Rewe to Go" und will somit die herkömmliche Tankstelle immer mehr als kleinen Supermarkt ausbauen, wie es beim "Handelsblatt" heißt. Der erste Schritt sei dabei eine Verlängerung des Vertrags mit der Rewe-Tochter "Lekkerland" über die Belieferung der "Rewe to Go"-Tankstellenshops bis zum Jahr 2028. Dieser Schritt sei auch vorteilhaft, da die Tankstellen sich nicht an die gewöhnlichen Ladenschlusszeiten der Supermärkte halten müssen und auch noch spätabends öffnen dürfen.

Zum anderen beabsichtige Aral, mehr Ladestationen zu installieren. Der Konzern will daher seine aktuell 1.600 Ladepunkte an 240 Stationen auf 5.000 bis Ende 2025 erweitern. "Dafür investieren wir allein in diesem Jahr 100 Millionen Euro", mit dem Ziel, bis Ende des Jahres die Ladepunkte auf 3.000 zu erhöhen.

"Seit 2019 ist der Kraftstoffverbrauch in Deutschland um rund acht Prozent zurückgegangen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen und noch verstärken", meint Aral-Chef Achim Bothe gegenüber dem "Handelsblatt". Daher seien insbesondere Ladesäulen, die ultraschnell laden – bis zu 300 Kilometer Reichweite innerhalb von zehn Minuten – vorgesehen.

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Shell

Auch der Tankstellenbetreiber Shell geht neue Wege. Da der Konzern offensichtlich keine Zukunft mehr in herkömmlichen Kraftstoffen sieht, beabsichtigt dieser, sogenannte Mobility-Hubs speziell für E-Autos entstehen zu lassen, an denen es ausschließlich Lade- statt Zapfsäulen gibt. Bio-Flüssigerdgas und Wasserstoff für den Schwerlastverkehr beabsichtige Shell hingegen, auf Autohöfen zu vertreiben.

Außerdem beabsichtige der Konzern, als "Rundumdienstleister" zu fungieren, wie das "Handelsblatt" beschreibt. So sollen neben Kraftstoff, Strom und Autowäschen auch Geldautomaten und Paketservices angeboten werden.

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Total Energies

In der Tankstelle sieht der französische Mineralölkonzern Total Energies hingegen keine Zukunft, wie der "Focus" ergänzt und hat daher seine rund 1.200 Stationen in Deutschland bereits an den kanadischen Shopbetreiber Couche-Tard verkauft.

Als Grund nannte das Unternehmen, "dass Elektroautos eher zu Hause oder im Unternehmen aufgeladen werden, nicht an den Ladestationen der Tankstellen", schreibt das "Handelsblatt". Lediglich 20 Prozent würden hingegen an öffentlichen Ladepunkten aufgeladen, bestätigen auch Expert:innen laut der Zeitung. Zudem würden die Energieversorger – wie etwa EnBW, Eon Drive und EWE – klar vorne bei den Ladepunkten liegen.

Couche-Tard hat sich auf das Betreiben von täglich geöffneten "Convenience Stores" spezialisiert. Dieser sei nun vertraglich nur noch für fünf Jahre an den Verkauf der Kraftstoffe von Total gebunden.

Total Energies selbst beabsichtige sich zukünftig auf Elektromobilität und Wasserstoff zu fokussieren. Daher behalte Total auch die Ladestationen außerhalb der Tankstellen.

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