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Nahost-Konflikt im Ticker

Bericht: Israel bietet im Gaza-Krieg einwöchige Feuerpause an

  • Veröffentlicht: 20.12.2023
  • 04:34 Uhr
  • Rebecca Rudolph

+++ Israel bietet im Gaza-Krieg Waffenruhe an +++ UN-Sicherheitsrat vertagt nochmals Abstimmung über Resolution zu Gaza-Krieg +++ Israel greift nach Raketenbeschuss Stellung im Libanon an +++ Alle Entwicklungen in Nahost im Newsticker vom 20. Dezember.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Israel hat in Verhandlungen über eine Freilassung weiterer Geiseln aus dem Gazastreifen eine erneute Kampfpause von mindestens einer Woche angeboten.

  • Der UN-Sicherheitsrat hat erneut die Abstimmung über eine neue Resolution zum Gaza-Krieg vertagt

  • Eigenen Angaben zufolge hat die israelische Armee mehrere Raketen aus dem Libanon abgefangen und die Abschussstellung beschossen.

+++ 04:31 Uhr: Einem Medienbericht zufolge hat Israel in Verhandlungen über eine Freilassung weiterer Geiseln aus dem Gazastreifen eine erneute Kampfpause von mindestens einer Woche angeboten. Israel soll im Gegenzug von der islamistischen Hamas die Freilassung von mehr als drei Dutzend Geiseln verlangt haben. Das berichtete laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) das Nachrichtenportal "Axios" in der Nacht zum Mittwoch (20. Dezember) unter Berufung auf zwei israelische Beamte sowie eine weitere informierte Quelle.

Israels Präsident Izchak Herzog hatte am Vortag eine neue Kampfpause in Aussicht gestellt. "Israel ist zu einer weiteren humanitären Pause und zusätzlicher humanitärer Hilfe bereit, um die Freilassung von Geiseln zu ermöglichen", sagte er laut einem Sprecher zu Diplomat:inneen.

Der Vorschlag Israels einer mindestens einwöchigen Feuerpause im Gegenzug für die Freilassung von rund 40 Geiseln sei über den Vermittler Katar unterbreitet worden, berichtete das Nachrichtenportal. Dabei gehe es um die restlichen der noch in Gaza festgehaltenen Frauen, Männer über 60 Jahre und andere Geiseln, die krank oder schwer verwundet seien und dringend medizinische Hilfe benötigten.

"Axios" berichtete, dass dies Israels erster Vorschlag seit dem Verstreichen einer einwöchigen Feuerpause im vergangenen Monat sei. Dabei waren 105 Geiseln freigekommen. Im Gegenzug ließ Israel 240 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen frei.

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UN-Sicherheitsrat vertagt nochmals Abstimmung über Resolution zu Gaza-Krieg

+++ 02:15 Uhr: Erneut hat der UN-Sicherheitsrat die Abstimmung über eine neue Resolution zum Gaza-Krieg vertagt. Erst am Mittwoch (20. Dezember) soll jetzt über den Text abgestimmt werden. Der jüngste Entwurf der Resolution fordert zur "Aussetzung" der Kampfhandlungen auf. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Abstimmung angesichts von Uneinigkeiten bereits von Montag (18. Dezember) auf Dienstag vertagt. Diese Verschiebung war von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) beantragt worden, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen.

Die Verabschiedung einer UN-Resolution für eine "sofortige humanitäre Waffenruhe" war am 8. Dezember am Veto der USA gescheitert. Die USA hatten ihre Ablehnung damit begründet, dass eine Waffenruhe der Hamas in die Karten spielen würde.

Im Video: Waffenstillstand gefordert - Israel kritisiert UN-Resolution scharf

Israel greift nach Raketenbeschuss erneut Stellung im Libanon an

+++ 01:44 Uhr: Eigenen Angaben zufolge hat die israelische Armee mehrere Raketen aus dem Libanon abgefangen und die Abschussstellung beschossen. Am späten Dienstagabend (19. Dezember) teilte die israelische Armee mit, dass die Luftabwehr nach Raketenalarm im Norden Israels sechs aus dem angrenzenden Libanon abgefeuerte Raketen erfolgreich abgefangen habe. Daraufhin habe ein Kampfflugzeug sowohl den Raketenwerfer als auch eine "terroristische Zelle" beschossen.

Außerdem sei eine militärische Anlage der Hisbollah-Miliz auf libanesischem Gebiet getroffen worden. Zwei Reservisten seien beim Beschuss eines israelischen Postens im Norden Israels verletzt worden. Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen Israels Armee und militanten Gruppen wie der Hisbollah.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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