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"Stolz, ins Gefängnis zu gehen"

Einstiger Trump-Berater Steve Bannon tritt Haftstrafe an

  • Aktualisiert: 02.07.2024
  • 09:15 Uhr
  • Franziska Hursach
Im Oktober 2022 wurde der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon wegen Missachtung des Kongresses verurteilt.
Im Oktober 2022 wurde der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon wegen Missachtung des Kongresses verurteilt.© Julia Nikhinson/AP/dpa

Wegen Missachtung des US-Kongresses muss der einstige Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ins Gefängnis. Darauf ist er nach eigener Aussage stolz.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der einstige Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat seine viermonatige Haftstrafe in der Haftanstalt in Danbury im US-Bundesstaat Connecticut angetreten.

  • Bannon, der wegen Missachtung des US-Kongresses zu vier Monaten Haft verurteilt wurde, sei nach eigener Aussage stolz darauf, ins Gefängnis zu gehen.

  • Zuletzt hatte er beim Obersten Gericht der USA versucht, seine Haft aufzuschieben, der Supreme Court wies den Antrag aber zurück.

Steve Bannon, der ehemalige Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge seine viermonatige Haftstrafe angetreten.

Der 70-jährige Verschwörungstheoretiker erschien dafür am Montag (1. Juli) in dem für ihn vorgesehenen Gefängnis im US-Bundesstaat Connecticut. Das berichtete unter anderem der US-Sender ABC. Bannon sei in der Haftanstalt in Danbury in Gewahrsam genommen worden, erklärte ein Sprecher der dortigen Strafvollzugsbehörde.

Bannon sei stolz darauf, ins Gefängnis zu gehen

ABC News zufolge sagte Bannon vor Haftantritt, er sei stolz darauf, ins Gefängnis zu gehen.

Wenn es das ist, was nötig ist, um der Tyrannei die Stirn zu bieten (...), dann bin ich stolz darauf, es zu tun.

Steve Bannon

Bannon muss wegen Missachtung des Kongresses in Haft. Der ultrarechte Publizist hatte zuvor noch beim Obersten Gericht der USA versucht, den Beginn einer viermonatigen Gefängnisstrafe hinauszuzögern - ohne Erfolg. Der Supreme Court lehnte seinen Antrag ab.

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Vorladung des Untersuchungsausschusses ignoriert

Bannon war bereits im Oktober 2022 zu der Haftstrafe verurteilt worden. Damals hatte er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 ignoriert und angeforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt. Bannon stellt die Vorwürfe gegen ihn als politisch motiviert dar.

Im Video: Sturm aufs Kapitol: Trump-Berater Steve Bannon kommt am 1. Juli ins Gefängnis

Während eines Berufungsverfahren blieb der ultrarechte Publizist auf freiem Fuß. Seine Berufung wurde dann im Mai von einem Bundesgericht abgewiesen.

Bannon war eine zentrale Figur in Trumps Präsidentschaftswahlkampf von 2016. Nach Trumps Wahlsieg wurde er dann Chefstratege im Weißen Haus. Trump feuerte ihn aber bereits im August 2017. Die beiden Rechtspopulisten näherten sich später aber wieder an.

Im Video: Sturm auf das Kapitol: Trump kommt mit blauem Auge davon

Am 6. Januar 2021 hatten Trumps Unterstützer:innen den Parlamentssitz gestürmt. Der Kongress bestätigte damals formal den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl. Trump wiegelte seine Anhänger:innen bei einer Rede auf, er sei durch massiven Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses untersuchte den Kapitol-Sturm und forderte Trump-Vertraute wie Bannon zur Kooperation auf, die diese aber verweigerten.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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