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Counterfeit Crimes Unit 

Kampf gegen Produktpiraterie: Amazon stellt sieben Millionen gefälschte Artikel sicher

  • Veröffentlicht: 26.03.2024
  • 15:42 Uhr
  • Clarissa Yigit
Mehr als sieben Millionen Fälschungen identifizierte der Online-Riese Amazon noch vor einem Verkauf auf seiner Plattform und nahm diese raus.
Mehr als sieben Millionen Fälschungen identifizierte der Online-Riese Amazon noch vor einem Verkauf auf seiner Plattform und nahm diese raus.© Foto: Steven Senne/AP/dpa

Im Kampf gegen Produktpiraterie verbucht der Online-Riese Amazon Erfolge. So hat er im Jahr 2023 rund 700.000 Versuche "bösartiger Akteure" verhindert, die neue Verkaufskonten einrichten wollten.

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Amazon ist nicht nur der weltweit größte Internet-Händler, sondern auch eine beliebte Plattform für Betrüger:innen, um gefälschte Waren abzusetzen. Seit dem Jahr 2020 allerdings geht der US-Konzern systematisch gegen den Verkauf gefälschter Produkte vor, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). 

So habe das Unternehmen im Jahr 2023 "mehr als sieben Millionen gefälschte Produkte identifiziert, beschlagnahmt und ordnungsgemäß entsorgt", schreibt Amazon-Topmanager Dharmesh Mehta im "Brand Protection Report" von Amazon, der am Dienstag (26. März) in Seattle (USA) veröffentlicht wurde.

Amazon verkauft nicht nur selbst Waren, sondern fungiert auch als Plattform für andere Händler:innen. Auf diesem Weg versuchen daher immer wieder Produktfälscher:innen, Amazon für den Vertrieb gefälschter Markenware zu nutzen.

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Amazon sagt Produktpiraterie den Kampf an

Um sich gegen Produktpiraterie zu schützen, hat Amazon daher einige Maßnahmen ergriffen. Insbesondere versucht der Online-Riese, gefälschte Artikel, die in den Logistik-Kreislauf des Konzerns gebracht werden sollen, rauszufiltern.

Den Betrüger:innen sind dabei die Mitarbeiter:innen der Abteilung für Fälschungskriminalität (Counterfeit Crimes Unit) von Amazon auf der Spur. Im Rahmen von Gerichtsverfahren und Meldungen an die Strafverfolgungsbehörden sind so seit der Gründung der Unit im Jahr 2020 mehr als 21.000 Akteure zur Rechenschaft gezogen worden.

Demnach habe der Konzern im vergangenen Jahr "bösartiger Akteure" mehr als 700.000-mal daran gehindert, neue Verkaufskonten einzurichten, und somit schon im Vorfeld vereitelt, dass diese ihre Produkte im Onlineshop einstellen konnten, so Mehta weiter. Zudem sei dies ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Jahr 2020, in dem sechs Millionen Akteure mit unlauteren Absichten versucht hatten, neue Amazon-Verkäuferkonten einzurichten.

Seit dem Jahr 2020 sei die Anzahl der Produkte im Amazon-Onlineshop zwar erheblich gestiegen, aber die Mitteilungen über Rechtsverletzungen an Marken seien um mehr als 30 Prozent zurückgegangen.

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Um Betrüger:innen schon im Vorfeld zu erkennen, setze Amazon bereits seit einigen Jahren auf die Erkennung von Dokumentenfälschungen, die durch Bild- und Videoüberprüfung und "andere Technologien" stattfinden. Zusätzlich nutze der Konzern Erkennungsmethoden, die auf maschinellem Lernen basieren, um die Echtheit von staatlich ausgestellten Identitätsdokumenten zu überprüfen.

Vor dem Europäischen Unionsmarkengericht im spanischen Alicante hatte Amazon zuletzt mit der BMW-Group in Europa gegen den Handel mit gefälschten BMW-Produkten erfolgreich geklagt. Vier in Spanien ansässige Personen wurden vom Gericht verurteilt, da sie versucht hatten, gefälschte BMW-Teile und -Zubehör über die Onlineplattform in ganz Europa zu veräußern.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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