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Brisante Anschuldigung

Vermisste Rebecca Reusch: Wichtige Zeugin erhebt massive Vorwürfe gegen die Polizei

  • Aktualisiert: 12.04.2024
  • 12:01 Uhr
  • Stefan Kendzia

Im Vermisstenfall Rebecca Reusch tauchen immer wieder neue Sachverhalte auf. Jetzt soll sich eine Zeugin über das Verhalten einer Polizistin beklagt haben. 

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Zum Verbleib der seit 2019 verschwundenen Rebecca Reusch gibt es nach wie vor keine eindeutigen Spuren. Im direkten Umfeld des Mädchens allerdings kommen immer wieder neue Informationen ans Licht - so hat sich jetzt eine wichtige Zeugin beklagt, dass sie von einer Beamtin der Mordkommission unter Druck gesetzt worden sein soll, schreibt die "Bild".

Einschüchterung der Zeugin?

Im Vermisstenfall um die seit 2019 verschwundene Rebecca Reusch wird es nicht ruhig. Immer wieder gibt es neue Hoffnung, dass der Fall gelöst werden könnte. Parallel dazu tauchen aber auch Berichte auf, die ein schlechtes Licht auf die Ermittlungen werfen. Ganz aktuell soll sich eine wichtige Zeugin, Viktoria K., die zum familiären Umfeld des Hauptbeschuldigten Florian R. gehören soll, beklagt haben, unter Druck gesetzt worden zu sein. Und zwar von einer Beamtin der Mordkommission. 

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Es soll sich dabei um eine Aussage der Zeugin drehen, bei der sie in einem Live-Chat berichtete, die Familie Rebeccas soll sich während einer Familienfeier darüber amüsiert haben, dass die Polizei nach Hinweisen auf zwei unbewohnte Lauben im Wald nur die Umgebung, nicht aber die Hütten selbst durchsucht haben will. An den beiden Lauben soll der Hauptverdächtige Florian R. kurz nach dem Verschwinden Rebeccas von Zeug:innen gesehen worden sein.

Direkt nachdem Viktoria K. darüber gesprochen hatte, soll sich bei ihr eine Beamtin der zuständigen Mordkommission per Telefon gemeldet haben. Das Gespräch soll 17 Minuten gedauert haben: "Ich fühlte mich eingeschüchtert und bedroht", so die Zeugin. Die Beamtin habe ihr darin untersagt, mit Privatpersonen und der Presse zu sprechen. Sie würde sich sonst strafbar machen.

Befragung ohne Vorladung

Es habe sogar einen weiteren Anruf samt Befragung gegeben. Ohne offizielle Vorladung, ohne eine Schreibkraft, ohne die Möglichkeit für die Zeugin, das Gesagte gegenzulesen oder zu unterschreiben. Auf das Warum soll die Antwort der Polizei gelautet haben: "Ihre Fragen beziehen sich auf ein laufendes Ermittlungsverfahren. Zur Beantwortung der Fragen müssen wir Sie daher an die Staatsanwaltschaft Berlin verweisen." Fragen zum taktischen Vorgehen der Polizei oder der Gestaltung der polizeilichen Maßnahmen würden nicht beantwortet, dafür bitte man um Verständnis.

Eine fast gleich lautende Antwort soll dann auch von der Staatsanwaltschaft gekommen sein: "Aufgrund der andauernden Ermittlungen können derzeit keine Informationen herausgegeben werden, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden." Fragen zu Mitarbeiter:innen der Polizei als auch zur taktischen Vorgehensweise der Beamt:innen würden von der dortigen Pressestelle beantwortet.

  • Verwendete Quellen:
  • Bild: "Setzte Polizei wichtige Zeugin unter Druck?"
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