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Lustige Traditionen

Essiggurke und Katzen: Die verrücktesten Weihnachts-Bräuche weltweit

  • Aktualisiert: 22.12.2023
  • 05:00 Uhr
  • Anna Kaltenhauser

Schräg, gruselig, aber auch lustig sind einige internationale Weihnachtsbräuche. Und wie ist das bei dir: Bist du Team Würstchen oder Festtagsbraten, Christkind oder Weihnachtsmann? Wir zeigen dir hier einige Weihnachtsbräuche von Norwegen bis Venezuela.

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Das Wichtigste zum Thema Weihnachtsbräuche weltweit

  • Ob Weihnachtsbaum, Adventskalender oder Plätzchen: Die Bräuche in der Weihnachtszeit sind vielfältig und weltweit unterschiedlich.

  • Im Mittelalter wurde Weihnachten öffentlich gefeiert. Mit Weihnachtsmärkten, Festumzügen und Krippenspielen auf der Straße und in den Kirchen. Erst seit rund 150 Jahren gibt es das Familienfest mit Weihnachtsbaum und Festessen.

  • In Spanien findet seit über 200 Jahren die Weihnachtslotterie "El Gordo" statt. Welche Weihnachtsbräuche es sonst noch weltweit gibt, erfährst du unten.

Spanien: Eine Krippenfigur, die sich erleichtert

Die Krippenfigur "Caganer" ist traditionell ein katalonischer Bauer
Die Krippenfigur "Caganer" ist traditionell ein katalonischer Bauer© Getty Images / Margalef-Eva

Diese Figur ist ganz offensichtlich mit ihrem Geschäft beschäftigt und wird in Katalonien, einer Region rund um Barcelona, in Krippen versteckt.

Der "Caganer",übersetzt "Kleiner Scheißer" ist traditionell ein Glücksbringer, denn der gemachte Haufen war früher in der Landwirtschaft wertvoller Dünger.

Vor allem Kinder machen sich auf die Suche nach der kackenden Figur. Es erleichtern sich aber nicht mehr nur Bauern...

Auch Politiker:innen, Popstars und Sportler:innen gibt es inklusive Häufchen zu kaufen. Peinlich? Nö! In Katalonien ist es eine Ehre, der "Kacker" zu sein.

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Island: Wer hat Angst vor der Weihnachtskatze?

Als Lichterfigur in Reykjavik: Die Katze Jólakötturinn
Als Lichterfigur in Reykjavik: Die Katze Jólakötturinn

Riesige Krallen, scharfe Zähne, ein struppiges Fell und funkelnde Augen: das ist Jólakötturinn, die isländische Weihnachtskatze. In der Vorweihnachtszeit ist sie in Island omnipräsent: auf Karten, Sweatshirts oder in Fußgängerzonen.

Jólakötturinn holte sich einst faule Kinder und fraß sie auf. Und woran erkannte sie die? An ihrer alten Kleidung. Früher halfen die Kleinen also beim Schafescheren, damit aus der Wolle neue Pullover gestrickt werden konnten und die Katze sie verschonte.

Und heute? Tragen die Kinder noch immer neue Klamotten am Weihnachtsabend und sind in der Vorweihnachtszeit besonders brav.

Japan: Weihnachtsmenü bei KFC

To go oder vor Ort: Am 24.12. gibt's was von KFC
To go oder vor Ort: Am 24.12. gibt's was von KFC© picture alliance / The Yomiuri Shimbun via AP Images

Am Weihnachtsabend essen die meisten Japaner:innen bei Kentucky Fried Chicken. Dort gibt es spezielle Weihnachtsmenüs mit den klassischen knusprigen Hühnerteilen inklusive Törtchen und Sekt.

Und woher kommt der Brauch? Um das Geschäft der japanischen KFC-Filialen anzukurbeln, gab es 1974 eine Werbekampagne mit dem Slogan "Kurisumasu ni wa Kentakkii", übersetzt heißt das so viel wie "Kentucky zu Weihnachten".

Die Aktion ist bis heute erfolgreich: wer nicht schon Anfang Dezember reserviert steht Schlange! KFC verbucht am 24.12. jährlich die höchsten Umsätze.

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USA: Wo hängt die Essiggurke?

Gut getarnt ist die Christmas-Pickle
Gut getarnt ist die Christmas-Pickle© picture alliance/ AP Photo/Eric Risberg

Wer in den USA die Deko-Essiggurke im Weihnachtsbaum findet, bekommt ein extra Geschenk und eine ordentliche Portion Glück im neuen Jahr. Das grüne Gemüse zwischen den Zweigen versteckt und alle machen sich auf die Suche.

Die Amerikaner:innen sind davon überzeugt, der Brauch stamme wie die Essiggurke selbst aus Deutschland. Hier versteckt aber niemand Gürkchen im Baum, oder?

Woher kommt die Tradition also? Die Amerikaner:innen haben dazu verschiedene Geschichten: Eine davon erzählt, dass man im Spreewald so arm war, dass der Tannenbaum nur mit Gurken geschmückt werden konnte.

Eine andere von einem deutschen Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg, den am Heiligen Abend eine Gurke vor dem Hungertod bewahrte. Zurück zu Hause, hängte er als Zeichen der Dankbarkeit eine Gurke in den Baum.

Venezuela: Mit den Rollerblades in die Christmette

Am 25.12. geht niemand zu Fuß zur Kirche
Am 25.12. geht niemand zu Fuß zur Kirche© picture alliance/dpa

Am ersten Weihnachtsfeiertag in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, rollert man in die Kirche - und zwar auf Rollerblades.

In manchen Stadtteilen werden sogar Straßen für Autos gesperrt, damit die Menschen sicherer skaten können.

Angeblich ist der Brauch in den 60ern entstanden, weil es in Venezuela keinen Schnee zum Schlittenfahren gibt. Spaßiger Ersatz ist bis heute das Inline skaten.

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Dänemark und Slowakei: Hier wird es süß

Wo ist die Mandel? In Dänemark wird sie im Nachtisch versteckt.
Wo ist die Mandel? In Dänemark wird sie im Nachtisch versteckt.© Getty Images/Westersoe

Die Dänen tanzen nicht nur ausgelassen um ihren Weihnachtsbaum, sie verstecken auch im Weihnachtsdessert eine ganze Mandel. Wer die in seinem Risalamande, einem speziell gekochten Milchreis, findet, bekommt ein Geschenk. Wir haben ein leckeres Rezept zum Nachkochen.

In der Slowakei hängt das Glück von der Decke: Je mehr vom Nachtisch, dem Loksa-Pudding, oben kleben bleibt, desto besser wird das neue Jahr.

Wie funktioniert der Brauch? Der oder die Familienälteste(r) schleudert mit einem Löffel den Pudding gen Decke.

Weihnachtsbräuche in Deutschland

👼 Hauptsächlich in katholischen Regionen, also im Süden und Westen Deutschlands, bringt das Christkind die Weihnachtsgeschenke. "Erfunden" hat's um 1535 der Theologe Martin Luther.

🎅 Erst ab dem 18. Jahrhundert brachte auch der Weihnachtsmann Geschenke. Er beliefert bis heute eher protestantische Gegenden in der Mitte, im Norden und Osten Deutschlands.

🍖 Früher gab es bei den Reichen einen Gänsebraten zum Fest, die Ärmeren aßen Würstchen mit Kartoffelsalat. Auch noch heute sind beides traditionelle Weihnachtsgerichte.

🕯 An den vier Adventssonntagen zündet man je eine Kerze auf dem Adventskranz an. Der Theologe Hinrich Wichern hat 1839 ursprünglich einen Holzkranz mit 24 Kerzen erfunden.

🌠 Als Rauhnächte werden die zwölf Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar bezeichnet. Es soll eine besonders magische Zeit sein. Der alte Brauch, sich in diesen Tagen zurückzuziehen, lebt aktuell wieder auf. Es ist üblich, sich in den Rauhnächten zu besinnen, zu meditieren und Rituale wie das Räuchern zu begehen.

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