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Altkanzlerin Angela Merkel

Zurück zu Merkels Kurs: Ministerpräsident will die Union so für Bundestagswahl 2025 fit machen

  • Veröffentlicht: 05.05.2024
  • 10:53 Uhr
  • Christina Strobl

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat seine Partei aufgefordert, sich wieder stärker an der Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu orientieren. Unzufriedene Grünen-Wähler:innen wären "wechselbereit". 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) schlägt vor, dass sich seine Partei wieder stärker an dem politischen Kurs der Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) orientierten soll.

  • Viele, die unter Merkel CDU gewählt hätten, würde man im Moment nicht erreichen.

  • Am Montag (6. Mai) beginnt der dreitägige Bundesparteitag der Union in Berlin.

Sie prägte die deutsche Innen- sowie Außenpolitik für ganze 16 Jahre. Seit Angela Merkel (CDU) ihren Kanzlerposten 2021 an Olaf Scholz (SPD) abgab, zog sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Dabei hinterließ sie offenbar Lücken in ihrer Partei.

Günther hat ein Auge auf Grünen-Wähler:innen geworfen

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat seine Partei aufgefordert, sich wieder stärker an der Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel zu orientieren. "Viele, die unter Merkel CDU gewählt haben, erreichen wir im Moment nicht - aber sie sind nicht unerreichbar", sagte Günther den Zeitungen der Funke Mediengruppe kurz vor dem am Montag (6. Mai) beginnenden CDU-Bundesparteitag in Berlin.

Worauf der Politiker damit anspielt, erklärt er: "Es gibt zum Beispiel viele unzufriedene Grünen-Wähler, die durchaus wechselbereit wären. Wir sollten sämtliche Wählerinnen und Wähler, die wir unter Angela Merkel angesprochen haben, an uns binden. Angela Merkels Kurs der Mitte war ihr Erfolgsrezept", so Günther.

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Günther: "Ampel hat in der Bevölkerung einen miserablen Ruf"

Laut des Ministerpräsidenten fehle Merkel der Politik generell. Er habe bei ihr immer bewundert, wie sie Probleme gelöst habe: "Sie ist als Naturwissenschaftlerin die Dinge immer sehr strukturiert angegangen, sie weiß, wie man Lösungsschritte plant. Mit dem Blick auf die aktuelle Bundesregierung könnten wir wieder mehr davon gebrauchen", sagte er weiter.

Günther meinte: "Die Ampel hat in der Bevölkerung einen miserablen Ruf. In einer solchen Lage müsste die Union eigentlich besser dastehen als im Moment." Neben Kritik an der Ampel würden die deutschen Wählerinnen und Wähler konkrete Ideen erwarten, was die Union anders machen werde. Auch dafür hätte die CDU das neue Grundsatzprogramm entwickelt: "Wenn es uns dann wieder gelingt, unsere Themen zu kommunizieren, können wir bei der Bundestagswahl auch wieder 40 Prozent erreichen."

Derzeit steht die Union in bundesweiten Umfragen bei etwa 29 bis 32,5 Prozent.

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Die Union stellt auf dem Parteitag ihr neues Grundsatzprogramm vor

Bei dem am Montag (6. Mai) startenden dreitägigen CDU-Parteitag soll auch die gesamte Parteispitze neu gewählt werden. Dabei haben die Parteimitglieder besonders ein Auge auf das Ergebnis von Parteichef Merz. Dieser war 2022 erst im dritten Anlauf zum Nachfolger von Merkel gewählt worden, die die Partei bis 2018 geführt hatte. Unter Merz' Führung schlug die Partei einen konservativeren Kurs ein, als es unter der Altkanzlerin noch der Fall war.

Am Dienstag (7. Mai) will sich die CDU mit einem neuen Grundsatzprogramm inhaltlich neu aufstellen. Insbesondere nach dem Wahldesaster und Machtverlust von 2021 haften hohe Erwartungen an dem Programm. Das alte stammte noch von 2007, aus der Merkel-Ära. Am darauffolgenden Mittwoch (8. Mai) ist auf dem Parteitag der Start in die Schlussphase des Europawahlkampfes geplant.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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