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US-Präsidentschaftswahlen

Dämpfer für Trump: Weniger Wahlspenden als Biden und Haley

  • Aktualisiert: 04.02.2024
  • 13:29 Uhr
  • Kira Born

Donald Trump gilt als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner und steht mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Doch um seine Wahlkampfkasse steht es nicht zum Besten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Trotz seiner Siege in den Vorwahlen liegt Donald Trump mit seinen Wahlkampfeinnahmen hinter seinen Kontrahent:innen Joe Biden und Nikki Haley.

  • Die Prozess-Welle gegen den 77-Jährigen und die Anwaltskosten belasten maßgeblich die finanziellen Mittel seines Wahlkampfs.

  • Offen bleibt, ob er bis zur Präsidentschaftswahl im November seine Wahlkampfkassen wieder ausreichend auffüllen kann. 

Trumps Wahlkampfbudget liegt hinter dem der anderen Kandidat:innen

Laut eingereichter Unterlagen der US-Wahlkommission, der Federal Election Commission zur Regulierung und Überwachung von Wahlkampffinanzierung, hat Ex-US-Präsident Donald Trump im letzten Quartal weniger Unterstützung von Spender:innen eingenommen als seine Konkurrent:innen.

19 Millionen US-Dollar sollen in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres in Trumps Wahlkampfkasse geflossen sein. Diese liegen weit unter den 33 Millionen US-Dollar, die Amtsinhaber Joe Biden einnehmen konnte.

Auch Trumps einzige verbleibende Herausforderin aus der Republikanischen Partei, Nikki Haley, hatte bekannt gegeben, dass ihre Kampagne in den letzten drei Monaten des Jahres 2023 24 Millionen US-Dollar eingenommen habe. Trotz der verlorenen Vorwahlen in New Hampshire und Iowa, die Trump für sich entscheiden konnte, möchte Haley weitermachen. Sie ist nun die einzige Kontrahentin Trumps im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur.

Im Video: "Um Trump zu stoppen: Immer mehr Republikaner unterstützen Haley"

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Klagen und Anwaltskosten belasten die Finanzen des Wahlkampfes

In vier Verfahren mit 91 Anklagepunkten steht Donald Trump vor Gericht. In so vielen Fällen wurde noch nie zuvor gegen einen ehemaligen US-Präsidenten geklagt. Berichten der Agentur Reuters zufolge könnten die Anwaltskosten nun seine Wahlkampfbemühungen stark belasten.

Der Ex-US-Präsident speist seine Wahlkampfgelder aus verschiedenen Lobbygruppen, sogenannten Super-PACs. Super-PACs sind eigenständige Komitees, die unbegrenzt Gelder für Einzelpersonen, Unternehmen und andere Gruppen sammeln können. Die Gelder können beispielsweise für Anzeigen und politischen Wahlkampf ausgegeben werden. Jedoch ist die direkte Abstimmung mit Präsidentschaftskampagnen, wie das Geld ausgegeben wird, untersagt.

Die Lobbygruppe MAGA Inc. nimmt für Trumps Wahlkampf Gelder ein. Sie ist die größte Super-PAC und schickte in der zweiten Jahreshälfte 2023 insgesamt 30 Millionen US-Dollar an die Trump-PAC-Gruppe Save America. Diese zahlte die Anwaltskosten von diversen Klagen des ehemaligen Präsidenten. Save America ist eine von Trump kontrollierte Organisation, die seit seinem Amtsausscheiden 2020 primär für die Spendensammlung und andere politische Ausgaben verantwortlich ist. Laut Reuters kamen 48 Millionen US-Dollar in der letzten Jahreshälfte des Jahres 2023 für den Wahlkampf von Donald Trump zusammen. Die von MAGA an Save America transferierten 30 Millionen US-Dollar schmälern die Wahlkampf-Einnahmen von 48 Millionen enorm. Somit stehen weniger finanzielle Mittel für den Präsidentschaftswahlkampf des 77-Jährigen zur Verfügung.

Der aktuell führende Kandidat der Republikanischen Partei weiß jedoch seine Justizprobleme für sich zu nutzen. Die Verfahren betitelt Trump regelmäßig als politische Verfolgung. Seine Wahlkampfkasse konnte er gerade deswegen auch gut füllen – wenn zuletzt auch nicht ganz so prall wie Konkurrentin Haley, so Reuters.

Trump will erneut ins Weiße Haus einziehen.
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Wer sind die Unterstützer von Nikki Haley?

Zu Haleys wichtigsten Geldgebern gehören laut Reuters die Hedgefonds-Milliardäre Ken Griffin und Paul Singer, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 je 5 Millionen US-Dollar an die Pro-Haley-Super-PACs, spendeten. Auch wird die 51-Jährige vom Koch-Netzwerk, der Organisation Americans for Prosperity, des Milliardärs Charles Koch unterstützt.

Der Konzern Koch Industries ist ein Mischkonzern in den Bereichen Erdöl, Erdgas und Chemie und führt die Liste der größten nicht börsennotierten Familienunternehmen der Welt an, wie das "Handelsblatt" berichtet.

  • Verwendete Quellen:
  • Reuters
  • FAZ: "Republikanerin Haley bekommt Unterstützung im Wahlkampf"
  • Handelsblatt: "Wie die erzkonservativen Koch-Brüder ihr Industrie-Imperium führen"
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